2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
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Markus: Transpl, Hamburg, 09-2003
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Also bei mir war ja nicht einmal die Operation stationär und ich bin danach wieder nach hause gegangen, deshalb bin ich dann auch davon ausgegangen, dass das Fäden ziehen nicht so schlimm sein kann.
Der Doc möchte mich auch erst in vier Wochen wieder sehen. Es sei denn das Auge beginnt zu schmerzen oder wird rot oder so. Dann soll ich natürlich sofort kommen.
Ansonsten war das kein großes Ding für ihn. Ein paar Tage Antibiotika und weiterhin Cortison. Das ist alles.
Naja, schonen, solange das Auge noch so gereizt ist natürlich. und weiterhin vorsichtig sein mit dem Auge. Aber das ist nach ner Transplantation ja eh geboten...
Ich denke, er hätte mich auch krank geschrieben, fall das nötig gewesen wäre, denn es ist schon etwas nervig.
Gruss MARKUS
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Günter
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- Ende 1990 endgültiger zusammenbruch des rechten Auges, ca. 5% Sehfähigkeit
- April 1991 KP (Keratoplastik, Hornhauttransplantation) rechtes Auge in Heidelberg
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- 1993 fast zur gleichen Zeit, rechtes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
- Dezember 1995 KP linkes Auge in Jena
- 1997 linkes Transplantiertes Auge wieder einsatzfähig, mit Linse ca. 80%
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- 2012 Abstoßungsreaktion auf dem linken Auge
- 2013 hohe Belastung für das rechte Auge, das Auge wird instabil. Rekeratokonus mit steigender Instabilität beider Augen
- 2015 März 2015 erneute KP links
- rechtes Auge wird mit Medikamenten einigermaßen stabil gehalten
- 2017 Mai, das linke Auge ist soweit stabil, das ich wieder eine
Kontaktlinse auf dem Auge tragen kann damit erreiche ich einen Visus
von ca. 1,0 (100%). Somit kann ich wieder auf beiden Augen vernünftig
sehen. - Keratoconus since: Ab dem Alter von 14 Jahren.
- Experience with eyeglasses / lenses: Mit meinen harten Kontaktlinsen komme ich im großen Ganzen gut klar.
Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.
Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).
Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
R Spr. -2,75 Cyl -8,50 Achse 175
L Spr. +4,50 Cyl -3,75 Achse 131 - Operationen: Auf beiden Augen eine Keratoplastik (Hornhauttransplantation)
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Als ich das erste mal die Fäden gezogen bekommen habe, wurde das ebenfalls ambulant gemacht. Die Fäden hat mein neidergelassener Augenarzt gezogen! – würde ich nie wieder machen lassen –
Der hat nicht mal eine örtliche Betäubung verwendet – das war eine Tortur.
Anschließend habe ich eine ganz normal Pflegesalbe bekommen, ich weis nicht mehr welche, aber ohne Kortison und Antibiotika.
Nach der Zeiten Operation sind die Fäden ebenfalls vom neidergelassenen Arzt gezogen worden – war diesmal ein anderer – der hat örtlich betäubt, so das ich außer den mechanischen Belastungen, die beim ziehen und fädenauftrenenn entstanden sind, nichts gespürt habe. Auch da habe ich danach nur eine einfache Salbe erhalten. Ich wurde jeweils für einen tag Krank geschrieben, das war aber auch ausreichend. Dann am nächsten Tag hatte sich das Auge schon wieder beruhigt.
Allerdings hat dieser Arzt wohl einen Fehler gemacht! Er hat ein Stückchen Faden im Auge vergessen. Das ist mittlerweile eingewachsen.
Den Faden würde ich nicht mehr von einem neidergelassenen Arzt zeihen lassen – ich hätte auch in die Uni-Klinik gehen sollen.
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
wollte nur kurz erzählen, dass die Schmerzen nach dem ersten Fadenziehen nach drei Tagen weg waren.
Und so stark waren die ja auch nicht.
Ach ja, noch zu Günters Beitrag: Mein Kontaktlinsen-Anpasser hat mir auch schon lange vor der Transplantaion empfohlen, die Fäden nicht von irgendjemandem ziehen zu lassen. Man kann dabei wohl einiges verkehrt machen. Es sollte also wirklich am besten von operierenden Ärzten gemacht werden.
Grüße,
MARKUS
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Anja_1
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Was mich mal interessieren würde: wieviel kostet denn durchschnittlich eine HH-Transplantation pro Auge? Also von Beginn der entsprechenden Voruntersuchungen an bis nach dem Fädenziehen.
Auch wenn das wahrscheinlich alles Deine Krankenkasse übernommen hat, kannst Du von der bestimmt eine Aufstellung der Kosten bekommen, oder?
Viele Grüße!
Anja
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Waldi83
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-
Kann aber auch über deren Hornhautbank gewesen sein. Hab den Fetzen nicht mehr.
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Also ich weiß es nicht. Aber so teuer, wie ich gedacht hatte, ist es wohl nicht gewesen. Wahrscheinlich aber hauptsächlich, weil ich die OP ambulant habe machen lassen. Da hat mir die KK sogar noch die Fahrtkosten erstattet.
Also die Hornhaut "kostet" 1000 Euro, sagt mein Arzt.
Und er bekommt für die eigentliche OP 168 Euro oder so. Das hat er mir in seiner Liste gezeigt, aber ich weiss nicht, was da noch alles so dazukommt. Von wegen Anästhesist und so. Auch die Vor- und Nachuntersuchungen kann ich nicht einschätzen.
Es ist auch immer so schwierig zu sagen, weil die Ärzte ja dieses komische Punktesystem haben. Sie bekommen pro Patient und Quartal eine bestimmte Anzahl Punkte=Budget und müssen damit für alle auskommen, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn sie die verbraucht haben, arbeitet der Arzt für lau. Kann das sein?
Vielleicht kennt sich hier ja einer besser damit aus...
AUf jeden fall glaube ich, dass das teuerste an so einer OP der Krankenhausaufenthalt ist. also zumindest bei stationären Transplantationen. Da liegt man glaube ich mindestens 7-10Tage. Aber sicher bin ich mir nicht.
Viele Grüße,
MARKUS
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Heute hat mir der Professor spontan den letzten Faden gezogen. Ich war gar nicht drauf eingestellt, aber es war dann halb so schlimm.
Auf jeden Fall viel unproblematischer als beim ersten Faden. Ich war aber auch deutlich weniger nervös und hatte auch das Gefühl, besser betäubt zu sein. aber das kann auch täuschen.
Als Grund hat er wiedermal meine verstärkte Narbenbildung genannt, bei der man die Fäden am besten relativ zeitig entfernt.
Der heutige Tag war dann allerdings sehr unangenehm. Tat schon weh und ständig ein Fremdkörpergefühl im Auge. Als ich dann aber mal aus der Sonne gegangen bin, wurde es viel besser.
Für zwei Tage habe ich nun ein Antibiotikum verschrieben bekommen.
Die Cortison-Tropfen soll ich solange aussetzen, danach dann noch ca. 8 Woche weiter nehmen.
Zur Sicht kann ich noch nicht viel sagen. Kaum eine Veränderung. Hab halt ca.-6 Dioptrien und gerade keine passende sehhilfe. Also kann ich wohl auch nicht viel erwarten.
In zwei Monaten werd ich mit dem Arzt besprechen, wie wir weiter mit dem Auge umgehen. Eventuell mit einer Laserbehandlung "die Hornhaut glattbügeln", wie der Professor es so schön formulierte, oder mit einer Linse. Mal sehen.
Viele Grüße,
MARKUS
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Filu28
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
wie ist eigentlich deine Sehleistung genau? Kannst du z.b große Überschriften von Zeitungen lesen, oder das Normalgedruckte?
Zeitungsüberschr. kann ich gut lesen, mit einer Brille sehe ich zwar nur 50% aber kann damit komischerweise z.b ein Buch lesen.
Am Tag im Freien, wenns hell ist, sehe ich eigentlich sehr gut, und kann ohne Sehhilfe relativ gut sehen.
Bei mir ist das mit der Narbenbildung etwas anders als bei dir. Ich hatte etwas zuwenig Narbenbildung, was aber komischerweise erst nach der Nahtentfernung festgestellt wurde.
Gruß Manni
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
also ich kann das schlecht sagen. Ohne Sehhilfe kann ich wirklich schlecht gucken auf dem operierten Auge. Wenn es hell ist, ists noch einigermaßen OK, aber wenns etwas dämmert, dann ist es nicht gut. Die Überschriften machen dann auch probleme. Allerdings kann ich recht gut gucken, wenn ich das Papier dicht an die Augen halte. ich bin halt Kurzsichtig. Und nicht zu knapp. deswegen ists wohl auch so schwer mit andern zu vergleichen.
wenn ich dann meine 6-dioptien-Brille aufsetze gahts etwas besser.
Ich soll jedoch erst noch zwei bis drei Monate abwarten, ehe man mehr sagen kann. Das Auge verändert sich wohl nach seiner Erfahrung eventuell noch weiter...
ach ja, wie haben sich denn deine Probleme nach dem fadenziehen entwickelt?
Viele Grüße,
MARKUS
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Filu28
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
es ist eigentlich alles in Ordnung, aber ich spüre ab und zu ein leichtes krazen im Auge. Ich habe da so entzündungshemmede Tropfen bekommen, wenn ich die dann ins Auge gebe gehts wieder. Am Mittwoch habe ich einen termin beim Optiker, der mir eine Linse anpaßt. Wenns dunkel wird, sehe ich auch extrem schlecht.
Wie ist das bei dir mit dem Auge. Spürst du noch etwas, oder ist es als wäre es nie operiert worden?
Gruß Manni
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Mein zweiter Faden ist ja nun grade vor ein paar Tagen rausgekommen und ich hab bis gestern noch ein bißchen davon gemerkt glaub ich.
Heute kann ich das noch nicht wirklich einschätzen, weil ich gestern auch noch ganz schön gefeiert habe...
aber ich hab auch manchmal noch so ein leichtes brennen oder so im auge. Kommt vielleicht von den Cortisontropfen, die ich ncoh nehme.
ansonsten fühlt sich das Auge ganz normal an. als wär nix gewesen.
Obwohl, wenn ich jetzt mal so leicht drauf fasse, ist es schon empfindlicher als das andere.
Viele grüße,
MARKUS
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Ich fürchte, mein Auge entwickelt sich nicht so gut gerade. Meine Euphorie hat doch einen ziemlichen Dämpfer bekommen.
Jetzt seitdem die Fäden draußen sind habe ich einen sehr starken Astigmatismus von über 10 Dioptrien und sehe nur noch ganz schlecht damit. Vorher konnte ich wenigstens in der Nähe schon einigermaßen gut gucken, aber jetzt ist das vorbei. Dabei sah die Hornhaut wirklich schön gleichmäig aus, solange der Faden noch lag.
Ohne die Linse im nichtoperierten Auge wäre ich nun wirklich aufgeschmissen.
Und im transplantierten Auge ist es bei der starken Krümmung wohl auch sehr schwer, überhaupt eine Linse anzupassen, sagt mein Kontaktlinsen-Experte. Leider.
Und bei dem besseren Auge hab ich auch schon eine steilere Linse verpasst bekommen. Hoffentlich geht es da jetzt nicht auch los mit einer rapiden Verschlechterung, sonst kann ich wohl gleich einpacken.
Kosten übernimmt irgendwie auch keiner mehr. Weiß grad nicht so recht, was ich machen soll.
Soviel erstmal.
Viele Grüße, MARKUS
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Filu28
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
ich habe einen Astigmatismus von 5 dioptrien. Beim ersten Linsenanpassen bin ich so auf 80-90% Sehleistung (mit Linse) gekommen.
Ich bin im Moment auf der Suche nach einer OP-Methode um den Ast. zu machen
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Günter
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Ich trage sehr gut angepasste quartantenspezifische Kontaktlinsen, von FALCO. Mit diesen erreiche ich einen Visus von ca. 1,0 (100%) auf beiden Augen.
Die Tragezeit der Kontaktlinsen beträgt ca. 10 Stunden pro Tag.
Ohne Kontaktlinsen habe ich links einen Visus von ca. 0.05 (5%) und rechts < 0.05(5%).
Mit einer iScription Brille komme habe ich links ca. 0,3 (30%) und rechts 0,3 (30%).
Dir Brille hat die Werte:
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
bei meiner 2. Transplantation ist es mir auch so gegangen, nach dem Fäden ziehen ist die Hornhaut etwas gekippt – beim letzten Test hatte ich über -14 Dioptrien Astigmatismus (gemessen mit Testgläser).
Aber trotzdem sehe ich mit Linse ca. 100%.
Wart mal ab wie es bei Dir wird, wenn du mal eine Linse tragen kannst.
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Filu28
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
so, war heute bei meinem Operateur zur Kontrolle, mit Brille bin ich auf
60% Sehleistung gekommen. Er hat mir jetzt das OK gegeben, um Kontaktlinsen anpassen zu lassen. Ich bin mit den 60% eigentlich recht zufrieden, wenn ich bedenke wie ich vor der OP gesehen habe (ohne und mit Brille nichts, nicht mal den größten Buchstaben). Er war sich zwar nicht sicher, ob man Kontaktlinsen anpassen kann, da auf der Hornhaut links ein "Buckel" ist, ich nehme mal an, da wo die Hornhaut zusammengewachsen ist, aber mein Optiker hat damit glaube ich kein Problem, die erste Testlinse saß schon ganz gut und auf anhieb 80% Sehleistung.
Gruß
Manni
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
heute war ich nun aber wieder bei meinem Arzt in Hamburg und es hat sich bestätigt, was ich mir auch schon gedacht habe. Immernoch 11 Dioptrien Hornhautverkrümmung. Echt beschissen.
Die grobe Messung der Radien wurde dann noch durch eine Hornhauttopografie verfeinert. (...die mich übrigens 35,-Euros kostet. Lagsam wir die Krankheit richtig teuer. Bisher haben mich die Topografien nichts gekostet - warum auch immer)
Der Professor hat mir erklärt, dass man zwar die Fäden bei so einer OP gleichmäßig spannen kann, auf die Gleichmäßigkeit des Einwachsens hat man aber kaum Einfluss. Wenn die Fäden gezogen werden, kann sich alles ändern. Wie bei mir.
Ein Problem ist wohl, dass sich in meinem Auge enorm viel Narbengewebe gebildet hat. Und es könnte sein, dass das mit der Verspannung der Hornhaut zu tun hat.
Er möchte nun zunächst in einer weiteren Operation das überflüssige Narbengewebe wegschneiden, um zu sehen, ob das schon einen positiven Einfluss auf den Astigmatismus hat. Ich sollte erstmal nach Hause fahren und die Sache überdenken.
Irgendwie muss ich aber garnichts überdenken, fiel mir hinterher auf. Ich kann nix sehen, außer gänseförmige Lichterscheinungen, und ich habe eigentlich nichts zu verlieren. Warum also nicht mal bißchen Narben wegschnibbeln? Meinetwegen sofort.
Nun hab ich aber erstmal einen Termin um die Narbenentwicklung nochmal gezielt zu beobachten. Heute haben wir einige Fotos gemacht und in vier Wochen dann noch welche zum Vergleich.
So recht klar, was für Möglichkeiten mir ansonsten nun bleiben, bin ich mir allerdings nicht. Von Kontaktlinsenkorrektur hat er nichts erwähnt. Es schien so, als hätte sich das Auge wirklich außergewöhnlich schlecht entwickelt und nun müssen wir halt erstmal hoffen, mit relativ einfachen Mitteln die Situation verbessern zu können.
Laut seiner Aussage kann man aber das, was krumm ist, auch wieder hinziehen. Nur was er dabei im Kopf hatte, weiß ich auch nicht sicher. Ich hab zwar nachgefragt, ob er eine Kerato(ko?)mie meinte, aber das wars wohl nicht.
Eine Möglichkeit wäre wohl eine neue Naht, die die Hornhaut in die richtige Richtung zieht.
Eventuell könnte man auch mit einer Lasik versuchen, die Hornhait zu glätten. Bei dem enormen Astigmatismus müsste allerdings gehofft werden, dass die Hornhaut schon durch den Schnitt des "Flaps" an Spannung verliert und sich dann anders legt, damit das Auge dann mit dieser Methode behandelt werden kann.
Ich habe übrigens die Methode von Lombardi erwähnt und er schien ganz interessiert. Auf jeden fall nicht gleich ablehnend. Als ich erzählte Prof.Lombardi nutze die Narbenbildung aus, um die Hornhaut zu stärken, stimmte er mir zu, dass man das ja auch bei meinem Auge sehen könnte. Die große Narbe zieht die Hornhaut aus der richtigen Form.
Aber das werde ich lieber nochmal in ein anderes Thema schreiben, in das es besser passt...
Soviel erstmal. Es bleibt spannend!
VG MARKUS
Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
ein Tip von mir: Schau doch mal bei Prof. Lombardi in Rom vorbei. Eine Untersuchung kostet lediglich 200 € und Flüge nach Rom sind billig zu haben.
Während meines viertägigen Aufenthalts in der Klinik konnte ich mich auch davon überzeugen, dass viele Patienten bei denen eine OP nicht so toll verlaufen ist, zu Prof. Lombardi überwiesen werden.
Prof. Lombardi hat ein sehr weites Spektrum an Methoden und Erfahrungen. Nicht nur seine A.R.K.!
Ich will Dir hiermit nicht zu einer Behandlung bei ihm raten, lediglich zu einem Besuch. Dann kannst Du Dir Deine eigene Meinung bilden.
Gruß
Norbert
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Ja, ich hab auch schon daran gedacht, aber ich könnte eine OP nicht bezahlen und deshalb muss ich erstmal ohne auskommen.
Und erstmal kann mir ja auch mein deutscher Professor versuchen zu helfen.
VG MARKUS
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Günter
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-
das mit den 11 Dioptrien Hornhautverkrümmung hört sich erst mal ziemlich schlimm an.
Aber ich habe 14 Dioptrien Hornhautverkrümmung und ich komme damit gut klar. Ich sehe mit Linsen zwischen 80% und 120% auf diesem Auge.
Bevor du hier am verzweifeln bist, weil die Werte so schlecht sind versuche mal bei einem guten Anpasser ein Linse darauf setzen zu lassen.
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Ich werde ihn nun erstmal noch die Narbenentfernung probieren lassen und dann eine Linse testen, denke ich.
So teuer mich das auch kommt... Das kann wirklich nicht angehen, finde ich.
VG,
MARKUS
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Ich war gerade wieder bei meinem Augenarzt und er hat mir bestätigt, dass ich immernoch die gleiche starke Hornhautverkrümmung habe. War ja eigentlich auch klar.
Er möchte nun erstmal eine Narbensezension (oder so ähnlich) machen. Heißt im Klartext alles überschüssige Narbengewebe wegschnibbeln, da das ein Grund für die Verkrümmung sein kann, wenn die Narbe nicht gleichmäßig zieht.
Es ist wohl so, dass das Narbengewebe machmal, wie bei mir, nicht nur zwischen den Hornhautkanten wächst, sondern auch entlang der Fäden wuchert und zwar auf der Hornhaut. Und dabei zieht es auch an der Hornhaut, vereinfacht gesagt.
All dies überschüssige, oberflächige Narbengewebe möchte der Professor nun in einer weiteren OP entfernen.
Er sagte, es sei nicht sicher, ob das viel ausmachen wird, aber oft hat es schon geholfen und es ist zumindest der erste Schritt, den er versuchen würde, ehe er tiefergehende Eingriffe starten würde.
Er hat bei der Erklärung des Eingriffes übrigens auch gesagt, dass er bei deutlicher Sachlage, also wenn er die Hornhaut und ihre Veränderung schon während des Eingriffes beurteilen kann, auch kleine Keratotomie-Schnitte machen könnte, um die Hornhaut an verschiedenen Stellen gezielt zu entlasten und so noch einige Dioptrien herauszuholen.
Er sprach dabei davon, dass es nicht nur die krassen Keratotomien, wie RK gibt, sondern dass es auch kleinere Keratotomieformen gibt, die schneller verheilen und einen ähnlichen Effekt erzielen. Diese Schnitte würden dann von ihm nach keinem festen Muster gemacht und sind nicht sehr tief.
Das klingt wie eine ähnliche Methode, wie die von Prof. Lombardi, würde ich sagen. Allerdings geht es bei mir natürlich um die Behandlung eines sehr hohen Astigmatismus in einer neuen und dicken Hornhaut.
So ganz außergewöhnlich scheint die Methode von Professor Lombardi höchstens in der Richtung zu sein, dass er sie gezielt und mit viel Erfahrung an Keratokonusaugen anwendet.
So, und jetzt könnt ihr mir die Daumen drücken, denn ich hab schon morgen um 10:15 Uhr einen Operationstermin. Ich bin gespannt.
Viele Grüße,
MARKUS
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Nur örtlich per Tropfen betäubt.
Injektion für leichtes Dämmern, damit ich das Auge ruhig halten konnte..
Hab mich aber mit dem Prof unterhalten können.
Danach Verbandslinse.
Tut weh nun. Ich mach die Augen lieber wieder zu...
Gruss,
MARKUS
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Markus
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Der Tag nach der OP war wirklich ätzend. es war etwa wie den ganzen Tag Zwiebeln schneiden.
Zum Glück schmerzt es jetzt nicht mehr. Ich war auch schon beim Arzt, der sich zwar über die nun ebene Hornhaut ohne Narbenwülste freut, bei dem ich aber auch feststellen musste, dass der Astigamtismus bisher nicht besser geworden ist.
Er meint, wir sollten noch zwei bis drei Wochen abwarten und die Entwicklung abwarten.
Ich hab zwar nicht besonders viel Hoffnung, dass es sich noch verändert, aber was sollte ich auch sonst machen...
also bis in zwei Wochen!
MARKUS
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Markus
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- KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;) - Has thanked: 4 times
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
War gestern wieder mal in Hamburg zur weiteren Kontrolle.
Es wurde wieder eine Topographie gemacht, um die Veränderungen der Hornhaut zu beobachten.
Der weitere Plan ist nun, erstmal abzuwarten bis sich die Hornhaut nicht mehr verändert und dann das Auge zu lasern.
Der Doc meint, dass es nicht das schlimmste ist, wenn die Narbenentferning keine Veränderung gebracht hat. Es muss vor einem eventuellen Lasern aber das Narbengewebe weggenommen werden, um auszuschließen, dass diese Narbenwülste hinterher das Laserergebnis beeinflussen können.
Es wird also wahrscheinlich eine moderne Form der Lasik gemacht werden. Allerdings nicht, um danach ohne jede Brille auszukommen, sondern nur um aus dem hohen irregulären Astigmatismus einen leichteren und vor allem regulären zu machen.
Die unregelmässigen Krümmungen möchte er mit einer wellenfrontberechneten Epi-Lasik glätten, so dass das Auge dann hinterher mit einer Brille korrigierbar ist.
(Kurz-Infos Epi-Lasik:
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaete ... -LASIK.htm oder
http://www.rbb-online.de/_/ratgebergesu ... 28006.html )
Wenn das klappt wäre ich ja schon zufrieden. Hauptsache keine Linse mehr auf dem Auge. Eine Linse reicht mir!
Viele grüße,
MARKUS
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Ralph
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Re: Markus: Meine Transplantation, 2003-09
Hoffentlich hat Dein Prof. auch wirklich Recht mit allem
und Du kannst wenigstens einigermaßen mit Brille klarkommen.
Drücke Dir auf jeden Fall beide Daumen.
so long
Ralph