Habe mich im Forum ein wenig umgesehen, aber keine Erfahrungen gefunden, die ähnlich der meinen sind.
Bin 43 Jahre alt und weiblich. Als ich in der 1. Klasse war, stellte man fest, daß ich beim Schreiben Buchstaben weg ließ und wurde daher zum Augenarzt
geschickt. Da bekam ich meine 1. Brille (übrigens gab es damals noch richtig hässliche Brillen für Kinder...) Diagnose: Hornhautverkrümmung.
Bis ich ca. 16 Jahre alt war trug ich die Brillen( es hatte sich immer mal wieder etwas geändert; wurde besser) ständig. Dann (vielleicht auch der Eitelkeit wegen) stellte ich fest, daß ich ohne Brille genauso gut lesen konnte und da man weniger von der Tafel abschreiben musste (es wurde mehr vorgetragen) war die Brille auch immer weniger notwendig. Auch heute noch trage mich meine Brille nur beim Fernsehen, im Kino/ Theater. Habe damals den Führerschein gemacht; aber bin später kaum mehr gefahren. Heute fahre ich nicht, weil ich sehr unsicher bin. Schon beim Früherscheintest musste ich extra zum Sehtest und da wurde festgestellt, daß ich bei Dunkelheit sehr schlecht sehe. Mit 19 Jahren hatte ich die erste Entzündung am Auge. Bekam Kortisontropfen und es war rasch weg. Jedoch bekam ich immer wieder Entzündungen: meist Bindhaut, aber auch Hornhaut, oder auch mal die Lederhaut waren betroffen. Das linke Auge war mehr in Leidenschaft gezogen. War bei verschiedenen Ärzten, auch in der Klinik (Tübingen; immer ambulant) und nahm verschiedene Medikamente. Hatte bis zu 4 Entzündungen im Jahr. Welche Ursache dies hatte, hatte keiner wirklich festgestellt. Von Viren, Bakterien bis zu Rosacea war die Rede. Mit 33 Jahren hörten die Entzündungen auf und ich hatte zum Glück seither keine Entzündung mehr. Irgendwann hatte ich vor Jahren festgestellt, daß sich das Licht im linken Auge bricht (das hatte mich erschreckt). Als ich meinen damaligen Augenarzt darauf ansprach, hieß es, das habe mit den Vernarbungen, die sich durch die Kortisonbehandlung (die ich in den Anfangsjahren der Entzündungen erhielt) entwickelt hätten, zu tun (so habe ich es verstanden). Man müsste dann darauf achten, daß die Vernarbungen verwachsen und nicht aufbrechen (bin hier absolut keine Fachfrau und drücke es sicher falsch aus). Lichtempfindlich war ich schon immer; aber mir kommt es schon so vor, daß es mit den letzten Jahren immer schlimmer wurde. Trage draußen bei bestimmten Lichtverhälltnissen und bei Sonnenschein immer Sonnenbrille und es blendet mich trotzdem. Drum traue ich mich auch nicht, Auto zu fahren.
Werde sehr schnell geblendet und Blitzlicht mag ich gar nicht (schaue nicht in Kameras). Hinzu kommt, daß ich seit vielen, vielen Jahren immer mal wieder ein Flimmersktotom habe (ob das damit irgendwas zu tun hat, weiß ich nicht) Zum Glück hatte ich es aber in diesem Jahr noch gar nicht.
Zum Thema Augenreiben: Meine Augen reibe ich nicht oder nicht oft, aber ich reibe gerne unter den Augen und meine, daß mich dies entspannt. Sollte dies jedoch auch diese Erkrankung fördern, so werde ich es sein lassen. War am Freitag beim Augenarzt weil ich wissen wollte, was ich wegen der hohen Lichtempfindlichkeit machen kann (bessere Sonnenbrille??), da ließ ich zum 1.Mal eine Topografie machen und dabei wurde dann Keratokonus festgestellt.
Zur weiteren möglichen Therapie bekam ich eine Überweisung in die Uniklinik Tübingen.
Meine Diotprinwerte kenne ich nicht; aber mit Brille hieß es bei der Augenuntersuchung vor 2 Jahren, daß ich links mit Brille höchstens noch 40% Sehkraft habe; rechts mit Brille 100%. Und da könne man nichts ändern/ verbessern. Meine Brillenstärke hat sich seit vielen Jahren nicht verändert und bei der jetzigen Untersuchung kam auch nichts anderes dabei heraus.
Bezüglich der Empfindlichkeit der Augen und der Unklarheit der Ursache der Entzündungen schminke ich meine Augen schon seit über 20 Jahren nicht mehr.
Bilder von Augen-OPs finde ich übrigens furchtbar und mich schmerzt das richtig.
Zum Glück bin ich sonst gesund (hatte nie sonstige große Probleme oder schwere Erkrankungen) und lesen + arbeiten geht ja auch alles noch meist recht gut.
Nun werde ich mir einen Termin in der Uniklinik geben lassen und schaue mal wie es weiter geht. Bin aber noch am Überlegen, ob ich doch in eine andere Klinik gehe, weil das damals über Jahre in der Klinik eine ziemliche Tortur war (es passierten ein paar aberwitzige Dinge) Weiß nicht, ob ich mir das nochmals antue.
Genug geschrieben!
Grüße
Carola454