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Zwei verschiedene Diagnosen?
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j.jung
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Zwei verschiedene Diagnosen?
ich war vor 3 Wochen wegen Verdacht meines Optikers auf Keratokonus in der Augenklinik in Dortmund und mit der Pentacam wurde alles vermessen. Ohne Erklärung wurde mir sehr unfreundlich gesagt, es sähe schon kritisch von den Werten aus, ich solle ab jetzt jedes Jahr vorbeikommen zur Kontrolle und sobald sich was ändert sofort behandeln. Auf diesen Abbildungen war alles im roten Bereich. Natürlich musste ich die Untersuchung bezahlen und ich wurde mit großer Sorge/Angst/Fragen entlassen.
Gestern war ich in Brilon in der Augenklinik, um mir eine 2. Meinung zu holen. Anscheinend fehlten Werte bei den Messungen von Dortmund, sodass nochmal mit der Pentacam dort eine Aufnahme gemacht wurde. Die Werte sind sehr ähnlich, allerdings ist auf der Abbildung nichts mehr rot (anscheinend entscheidet man selber, wie die Farbdarstellung ist). Der Arzt schaute sich das an und erklärte mir ausführlich, dass er keine Anhaltspunkte für einen Keratokonus sehen kann, hier und da dünne Hornhaut aber kein Grund zur Panik. Ich kann in 2 Jahren mal kommen, aber mit 34 Jahren ist es unwahrscheinlich, dass sich noch viel verändert.
Jetzt stehe ich da mit 2 Diagnosen, vollkommen verwirrt, warum man meine Werte so unterschiedlich interpretiert.
Wie soll ich damit umgehen? Ist das schon jemandem so passiert? Wem kann man denn nun vertrauen?
Viele Grüße
Jenny
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Tino52
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Re: Zwei verschiedene Diagnosen?
ich kann nur sagen, dass du in Dortmund im Johannes Krankenhaus in den besten Händen bist.
Ich bin dort auch einmal jährlich, um meinen bestätigten Keratokonus zu kontrollieren.
Mich wundert nur, warum du das selber zahlen musst?
Hättest du denn keine Überweisung von deinem Augenarzt? Bei mir machte auch der Optiker die Verdachtsdiagnose und ich holte mir danach von meinem Augenarzt die Überweisung nach Dortmund.
Ohne Überweisung hätten die mich glaube ich gar nicht drangenommen.
Auf meinen Aufnahmen aus Dortmund ist übrigens auch alles rot. Die Aufnahmen von meinem Optiker und Augenarzt sehen anders aus.
In Dortmund sagte man mir auch, ich würde mit Brille niemals auf mehr als 80 und 40 Prozent kommen.
Mein Optiker hat mir eine Brille angefertigt, mit der ich auf 90 und 80 Prozent komme.
Aber trotzdem würde ich mich in deinem Fall auf Dortmund verlassen. Die wissen schon was sie tun.
LG
Tino
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KeraToni
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- Keratoconus since: Diagnose mit ca 18/20, ca. 5-7 Jahre bis zur korrekten Diagnose: Scans im Abstand von 2-4 Jahren zeigen kaum Veränderungen
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Re: Zwei verschiedene Diagnosen?
erst mal herzlich willkommen im Forum! Gut das du uns gefunden hast.
Und ja, die erste Diagnose, bzw. der Vorschlag für das weitere Vorgehen danach ist in sofern seltsam, als dass wenn es wirklich kritisch wäre im Grunde auch eine Behandlung diskutiert oder vorgeschlagen hätte werden sollen. Außerdem ist bei der Bezeichnung "kritisch" ein Kontrolltermin in 3 oder 6 Monaten eher sinnvoll und nicht erst in einem Jahr....sonst ist es wohl doch nicht so kritisch....?! Eigenartig.
Ebenso hört sich die zweite Meinung auch nicht so wirklich hilfreich an. Gerade wenn der zweite Augenarzt im Vergleich zu den Scans aus der ersten Untersuchung keinen Keratokonus finden kann. Mein Augenarzt würde dann sofort den anderen Augenarzt in der ersten Klinik anrufen. Und natürlich kann eine "hier und da" (was immer das auch bedeuten soll?) dünne Hornhaut schon ein Grund sein, um über mögliche Optionen zu diskutieren. Auf jeden Fall ist ein nächster Kontrolltermin in 2 Jahren viel zu weit weg - schon allein wegen der "hier und da" dünnen Hornhaut.
An deiner Stelle würde ich mir die noch offenen Fragen zu den beiden unterschiedlichen Scans aufschreiben und mit beiden Ärzten besprechen...egal ob telefonisch, per eMail oder persönlich; auch wenn es nochmal Zeit kostet. Die Augen sind wichtig! Ich hoffe du hast dir von beiden Scans und die Befunde als Kopien geben lassen. Und ich würde darauf bestehen, das beide Ärzte auf jeden Fall miteinander telefonieren.
Eine dritte Meinung könnte zwar hilfreich sein, aber eigentlich nur wenn sich die beiden Augenärzte nach dem sie miteinander gesprochen haben sich nicht auf eine gemeinsame Beurteilung einigen können.
Hat jemand mit dir über Beandlungsmöglichkeiten wie z.B. Vernetzung oder Hilfsmittel wie z.B. spezielle Keratokonus-Kontaktlinsen oder Sklerallinsen oder ähnliches gesprochen?
Und noch so ganz Allgemein: Die psychologische Feinfühligkeit ist bei Ärzten im Arbeitsalltag im Stress und Leistungsdruck oft nicht Teil der Diagnose oder Behandlung. Da ist es wichtig die eigenen Ängste, Unsicherheiten und Fragen zur Diagnose konsequent zu stellen und beharrlich Antworten einzufordern.
VG
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j.jung
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Re: Zwei verschiedene Diagnosen?
Ich war an der B1 Augenklinik, die gehören zusammen mit dem Augenarzt und haben noch diverse andere Augenarztpraxen in Dortmund. Und dort musste ich trotz "Überweisung" der gleichen Ärztin vom normalen Augenarzt die Untersuchung komplett zahlen müssen.
Johannes KH klingt nach einer besseren Alternativen, super Tipp
LG
Jenny
Tino52 wrote: 2024-04-17, 16:42 Hallo,
ich kann nur sagen, dass du in Dortmund im Johannes Krankenhaus in den besten Händen bist.
Ich bin dort auch einmal jährlich, um meinen bestätigten Keratokonus zu kontrollieren.
Mich wundert nur, warum du das selber zahlen musst?
Hättest du denn keine Überweisung von deinem Augenarzt? Bei mir machte auch der Optiker die Verdachtsdiagnose und ich holte mir danach von meinem Augenarzt die Überweisung nach Dortmund.
Ohne Überweisung hätten die mich glaube ich gar nicht drangenommen.
Auf meinen Aufnahmen aus Dortmund ist übrigens auch alles rot. Die Aufnahmen von meinem Optiker und Augenarzt sehen anders aus.
In Dortmund sagte man mir auch, ich würde mit Brille niemals auf mehr als 80 und 40 Prozent kommen.
Mein Optiker hat mir eine Brille angefertigt, mit der ich auf 90 und 80 Prozent komme.
Aber trotzdem würde ich mich in deinem Fall auf Dortmund verlassen. Die wissen schon was sie tun.
LG
Tino
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j.jung
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Re: Zwei verschiedene Diagnosen?
habe alle Untersuchungsbilder mitbekommen. Das ist eine gute Idee, dass die beiden mal miteinander sprechen. Über Behandlungen wurde ich von keinem der beiden aufgeklärt.
Dann bin ich mal gespannt, wohin das führt.
Vielen lieben Dank,
Jenny
KeraToni wrote: 2024-04-17, 19:33 Hallo j.jung,
erst mal herzlich willkommen im Forum! Gut das du uns gefunden hast.
Und ja, die erste Diagnose, bzw. der Vorschlag für das weitere Vorgehen danach ist in sofern seltsam, als dass wenn es wirklich kritisch wäre im Grunde auch eine Behandlung diskutiert oder vorgeschlagen hätte werden sollen. Außerdem ist bei der Bezeichnung "kritisch" ein Kontrolltermin in 3 oder 6 Monaten eher sinnvoll und nicht erst in einem Jahr....sonst ist es wohl doch nicht so kritisch....?! Eigenartig.
Ebenso hört sich die zweite Meinung auch nicht so wirklich hilfreich an. Gerade wenn der zweite Augenarzt im Vergleich zu den Scans aus der ersten Untersuchung keinen Keratokonus finden kann. Mein Augenarzt würde dann sofort den anderen Augenarzt in der ersten Klinik anrufen. Und natürlich kann eine "hier und da" (was immer das auch bedeuten soll?) dünne Hornhaut schon ein Grund sein, um über mögliche Optionen zu diskutieren. Auf jeden Fall ist ein nächster Kontrolltermin in 2 Jahren viel zu weit weg - schon allein wegen der "hier und da" dünnen Hornhaut.
An deiner Stelle würde ich mir die noch offenen Fragen zu den beiden unterschiedlichen Scans aufschreiben und mit beiden Ärzten besprechen...egal ob telefonisch, per eMail oder persönlich; auch wenn es nochmal Zeit kostet. Die Augen sind wichtig! Ich hoffe du hast dir von beiden Scans und die Befunde als Kopien geben lassen. Und ich würde darauf bestehen, das beide Ärzte auf jeden Fall miteinander telefonieren.
Eine dritte Meinung könnte zwar hilfreich sein, aber eigentlich nur wenn sich die beiden Augenärzte nach dem sie miteinander gesprochen haben sich nicht auf eine gemeinsame Beurteilung einigen können.
Hat jemand mit dir über Beandlungsmöglichkeiten wie z.B. Vernetzung oder Hilfsmittel wie z.B. spezielle Keratokonus-Kontaktlinsen oder Sklerallinsen oder ähnliches gesprochen?
Und noch so ganz Allgemein: Die psychologische Feinfühligkeit ist bei Ärzten im Arbeitsalltag im Stress und Leistungsdruck oft nicht Teil der Diagnose oder Behandlung. Da ist es wichtig die eigenen Ängste, Unsicherheiten und Fragen zur Diagnose konsequent zu stellen und beharrlich Antworten einzufordern.
VG