Hallo Hannah!
Also ich hab ja auch eine Transplantation hinter mir. Vielleicht kennst du ja auch meinen OP-Bericht hier im Forum...
Also vor der Prozedur selber brauchst du schonmal keine Angst zu haben. Meine OP war auch ambulant und ich wüsste auch nicht, warum das stationär gemacht werden müsste. Mit Augen zu im Bett liegen kannst du auch zu Hause. Ich war für ne Woche bei Freunden in Hamburg. Na klar nervt das Hinfahren zu den Nachuntersuchungen etwas, aber immernoch besser als langweilig im Krankenhaus zu liegen.
Wenn du dann noch eine örtliche Betäubung vorziehst, wie ich, dann bist du sogar noch schneller wieder auf den Beinen und belastest den Körper nicht mit einer Vollnarkose.
Eigentlich war ich auch schon schnell wieder relativ fit. Und obwohl ich kaum sehen konnte auf dem operierten Auge hab ich ganz schnell wieder alles gemacht. Studieren zum Beispiel war gar kein Problem. Das bessere Auge hat halt die wichtige Arbeit übernommen. Eine Woche hab ich mich ausgeklingt, aber es wär theoretisch auch schon früher wieder gegangen.
Nur Autofahren im Dunkeln ist etwas heikel, wenn man so komische Streubilder vom zweiten Auge geliefert bekommt.
Und das mit den Terminen oder mit den langen Wartezeiten hängt wohl damit zusammen, wo die Hornhäute herkommen. Wenn die z.B. über Eurotransplant oder so bezogen werden gehts nach dem Warteschema. Haben die Kliniken eine angeschlossenen Hornahutbank kanns auch schonmal schneller gehen. Im Frühjahr gibt es wohl auch mehr Hornhäute, weil da die Motorradfahrer losfahren. Kein Witz. Das hat mir ein en Frau von einer Hornhautbank erzählt.
...ich fahr trotzdem weiter!
Bei meinem Doc wars allerdings wirklich so, dass ich den Termin abgemacht hab und er hat eine Hornhaut besorgt. Wo auch immer. Klappte nicht gleich beim ersten Termin, aber beim Zweiten ne Woche später. Und ich bin nicht privat versichert.

Er sagte auf jeden Fall, der Hornhautmangel sei garnicht so gross. Das meiste ist komplizierte Verwaltung und teilweise mafiöse Strukturen...
Die genaue Auswahl der Hornhäute, also die typisierung nach Blutproben ist übrigens nicht so entscheidend bei Konus-OPs. Vielmehr die Menge der Endothelzellen und das ungefähre alter, sagt der Doc.
VG MARKUS