Quelle: Spiegel-Online, http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 91,00.html (Datum: 27-07-06)Wunden heilen unter Strom besser
Verletzungen an der Augen-Hornhaut genesen schneller, wenn sie unter Strom stehen. Die Tierversuche seien so Erfolgversprechend, meldet ein Team aus Medizinern und Biotechnikern, dass es nun auch Anwendungen für Menschen entwickeln will.
London - Mit elektrischem Strom lässt sich der Heilungsprozess von Wunden steuern und beschleunigen. Das hat ein Team von Wissenschaftlern aus vier Nationen in einer Laborstudie nachgewiesen. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature", dass sie mit Hilfe von Stromflüssen die Bewegungen der Zellen kontrollieren konnten - und somit auch beeinflussten, auf welche Art und wie schnell Wunden heilten.
Um die Rolle des elektrischen Feldes für die Wundheilung zu untersuchen, hatten Forscher um den Mediziner Min Zhao von der University of Aberdeen Silbernitrat auf die verwundete Augen-Hornhaut von Ratten gegeben. Die Substanz verstärkt oder schwächt den Transport von elektrisch geladenen Teilchen durch bestimmte Ionenkanäle in den Zellwänden.
"Wenn wir die Kraft dieser Ionenpumpen verstärkten, erhöhten wir den elektrischen Strom an der Wunde, was wiederum den Heilungsprozess beschleunigte", erklärt Zhao die Beobachtung. Auch die beiden Gene, die als Reaktion auf die elektrischen Ströme den Wundheilungsprozess steuerten, hätten sie entdeckt, schreiben Zhao und seine Mitarbeiter.
Mit ihren Resultaten könnten neue Behandlungsmethoden für chronische Wunden und andere Verletzungen entwickelt werden, hoffen die Wissenschaftler. Bisher haben sie jedoch nur mit der Hornhaut von Rattenaugen und anderen tierischen Gewebeproben experimentiert. Zhao will nun herausfinden, ob die im Labor getesteten Substanzen auch zur Behandlung von Augenverletzungen oder anderer Wunden beim Menschen taugen.
Elektrische Ströme bereits als Wund-Sanitäter bekannt
Dass elektrische Felder Wunden-Sanitäter sind, haben Physiologen bereits in den letzten Jahrhunderten Physiologen erkannt.
Luigi Galvani hatte 1780 entdeckt, dass Frösche Strom leiten - und selbst ihre abgetrennten Schenkel mit elektrischen Impulsen noch zum Zucken gebracht werden konnten. Und 1850 sei erstmals berichtet worden, dass Knochenbrüche mit Elektrostimulation behandelt wurden, heißt es in einem Übersichtsartikel aus dem letzten Jahr. Ebenfalls im 19. Jahrhundert zeigte der deutsche Physiologe Emil Du Bois-Reymond, dass in Nerven und in der Umgebung von Wunden ganz natürlich elektrische Ströme fließen.
Mittlerweile wisse die Wissenschaft, dass das verletzte Hautgewebe selbst diese inneren elektrischen Felder verursacht, steht in der aktuellen Studie. Neu sei die Erkenntnis, dass die elektrischen Ströme bei der Heilung als Lotsen fungierten - und so die Zellen an den Ort lenkten, an dem sie gebraucht werden.
Ein Beweis für diese Theorie fehlte aber bisher, schreiben Zhao und seine Forschungskollegen aus Österreich, Japan und den USA. In früheren Studien sind verschiedene Effekte beobachtet worden, darunter auch das Abwandern von Zellen. Dass die Richtung dieser Bewegung beeinflussbar sei, hätten die Forscher mit Zeitraffer-Aufnahmen nun nachgewiesen.
Von den Stromflüssen ist auch abhängig, wie schnell eine Wunde verheilt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich die an der Wundheilung beteiligten Zellen am schnellsten bei einem elektrischen Feld von 100 bis 200 Millivolt pro Millimeter bewegten. Die natürlicherweise bei Wunden vorkommende Feldstärke beträgt indessen nur rund 42 bis 11 Millivolt pro Millimeter.
2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
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ELEKTROTHERAPIE - Wunden heilen unter Strom besser
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Michael H.
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Bis zu meinem 22. Lebensjahr hatte ich (subjektiv) noch nie Probleme mit den Augen oder mit der Sehstärke. Habe KC aber vermutlich schon seit dem 13.-14. Lebensjahr. Kann das ziemlich genau sagen, da ich mich an einige Dinge erinnere die ich erst seit geraumer Zeit richtig interpretieren konnte. Konnte auch mit dem linken Auge nie so gut sehen, das rechte hat die Arbeit geleistet. Allerdings ist das bei Sehtests immer nur mir aufgefallen, hätte eigentlich nicht immer „bestanden“. Aber ich habe mir nie etwas dabei gedacht und das leider etwas naiv gehandhabt (schlecht geschlafen, temporäre Sehschwäche etc.), da ich mit beiden Augen zusammen immer sehr gut sehen konnte.
Dann kam schlagartig ein „großer Schub“ bzw. Gehirn konnte plötzlich nicht mehr ausgleichen. Zuerst eine Brille, half nur wenige Wochen. Dann einige Wochen (und Augenärzte) später, die Diagnose im Jahre 2004 (22. Jahre). Seitdem harte Kontaktlinsen auf beiden Augen. Bis jetzt (seit Mitte 2004) keine (bzw. nur minimale) Veränderungen an der Hornhaut.
Ohne KL: links <0,3; rechts 0,6-0,8. Mit KL: links 0,4-0,7; rechts 0,9-1,0. Hornhautdicke: links unbekannt (nicht messbar mit Ultraschall), rechts etwa 0,48 mm (und Stadium 3)
ELEKTROTHERAPIE - Wunden heilen unter Strom besser
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sabine s.
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- KC-Experience: 4x transplantiert, 3x an einem auge, immunsuppression wegen ständiger transplantatabstoßungen, glaukom bereits mehrmals operiert, beginnender katarakt an beiden augen. visus mit brille um die 35%. Kontaklinsenunverträglichkeit .
augen-op´s insges. 13x. bin bei prof. th. neuhann in behandlung.
5. transpl. steht in den starlöchern.??? mehr oder weniger. das 5. transplantat war bereits am anfang märz 08 gefunden worden. 2 h später, anruf vom Prof. er könne es nicht nehmen. jetzt muß ich also weiter warten.
nävus auf der netzhaut inoperabel, tumor in der orbita nähe des sehnerves.
visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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Hans-J. Hirche
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Korrektur mit formstabilen (harten) Kontaktlinsen. - - -
Mein Keratokonus ist immer noch aktiv. Ich hoffe das er irgendwann einmal zum stehen kommt (die Hoffnung stirbt zuletzt). Alles in allem sollte man diese Erkrankung frei nach Monthy Python betrachten: ...Always look on the bright site of life
Alles in allem habe ich wider Erwarten gute Erfahrungen mit meinen harten Kontaktlinsen gemacht. Tragezeiten von bis zu 18+ Stunden sind inzwischen machbar.
Epi off Crosslinking rechts
beidseitiger grauer Star - künstliche Augenlinsen - nun weitsichtig (vorher sehr kurzsichtig) - Keratoconus since: ca. 1993
- Operationen: Crosslinking rechts am 19.12.2016
Die Eröffnung des Artikels lautet allgemein:
Hier wird lediglich von der Feststellung gesprochen, daß elektrischer Strom eine solche Wirkung haben kann...London - Mit elektrischem Strom lässt sich der Heilungsprozess von Wunden steuern und beschleunigen. Das hat ein Team von Wissenschaftlern aus vier Nationen in einer Laborstudie nachgewiesen. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature", dass sie mit Hilfe von Stromflüssen die Bewegungen der Zellen kontrollieren konnten - und somit auch beeinflussten, auf welche Art und wie schnell Wunden heilten.
Der Bezug auf die Augenhornhaut taucht bei folgendem Experiment auf:
Also ich weiß nicht welche Wirkung (Nebenwirkung) sonst noch Silbernitrat hat(?). Es ist ja keine Aussage diesbezüglich getroffen bzw. gemacht worden. Sicherlich bin ich überzeugt, daß Silbernitrat eine solchen Effekt haben kann. Jedoch dürfte grundsätzlich jede Ionenverbindung einen solchen Effekt haben....Um die Rolle des elektrischen Feldes für die Wundheilung zu untersuchen, hatten Forscher um den Mediziner Min Zhao von der University of Aberdeen Silbernitrat auf die verwundete Augen-Hornhaut von Ratten gegeben. Die Substanz verstärkt oder schwächt den Transport von elektrisch geladenen Teilchen durch bestimmte Ionenkanäle in den Zellwänden.
Ich bin gespannt ob dieses langfristiger angewandt werden kann...
Hans
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Michael H.
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Bis zu meinem 22. Lebensjahr hatte ich (subjektiv) noch nie Probleme mit den Augen oder mit der Sehstärke. Habe KC aber vermutlich schon seit dem 13.-14. Lebensjahr. Kann das ziemlich genau sagen, da ich mich an einige Dinge erinnere die ich erst seit geraumer Zeit richtig interpretieren konnte. Konnte auch mit dem linken Auge nie so gut sehen, das rechte hat die Arbeit geleistet. Allerdings ist das bei Sehtests immer nur mir aufgefallen, hätte eigentlich nicht immer „bestanden“. Aber ich habe mir nie etwas dabei gedacht und das leider etwas naiv gehandhabt (schlecht geschlafen, temporäre Sehschwäche etc.), da ich mit beiden Augen zusammen immer sehr gut sehen konnte.
Dann kam schlagartig ein „großer Schub“ bzw. Gehirn konnte plötzlich nicht mehr ausgleichen. Zuerst eine Brille, half nur wenige Wochen. Dann einige Wochen (und Augenärzte) später, die Diagnose im Jahre 2004 (22. Jahre). Seitdem harte Kontaktlinsen auf beiden Augen. Bis jetzt (seit Mitte 2004) keine (bzw. nur minimale) Veränderungen an der Hornhaut.
Ohne KL: links <0,3; rechts 0,6-0,8. Mit KL: links 0,4-0,7; rechts 0,9-1,0. Hornhautdicke: links unbekannt (nicht messbar mit Ultraschall), rechts etwa 0,48 mm (und Stadium 3)
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sabine s.
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visus bleibt erwiesenermaßen schlecht, bzw. verschlechtert sich zumindest in der nähe und an den äußeren gesichtsfeldrändern. visus scheint irgendwie zu stagnieren, komme gerade so zurecht, wobei das Lesen immer schwieriger wird. - Experience with eyeglasses / lenses: Sehr schnell wurden mir harte KC-Linsen angepaßt, die sich aber andauernd veränderten, so, daß der Anpasser gar nciht mehr nachgekommen ist.
- Operationen: 1999 wurde die erste Keratoplastik gemacht. s.o. bei und von Prof. Thomas Neuhann. Alle anderen Keratoplastiken (mit wachsendem Vergnügen, ebenfalls vom Prof. Neuhann der sich absolut rührend um mich kümmert. Div. Trabekulektomien, Div. Cortisonspülungen....................alles zwar Operationen, aber immer irgendwie im Vorbeigehen.
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doch zum Silbernitrat: Täusche ich mich, oder kann es sein daß dieses den Neugeborenen bis vor ca 20 jahren unmittelbar ins Auge geträufelt wurde um irgendeiner gefährlichen Augeninfektion die diese während der Geburt bekommen konnten, vorzubeugen??
grüßle
sabine
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Michael H.
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Dann kam schlagartig ein „großer Schub“ bzw. Gehirn konnte plötzlich nicht mehr ausgleichen. Zuerst eine Brille, half nur wenige Wochen. Dann einige Wochen (und Augenärzte) später, die Diagnose im Jahre 2004 (22. Jahre). Seitdem harte Kontaktlinsen auf beiden Augen. Bis jetzt (seit Mitte 2004) keine (bzw. nur minimale) Veränderungen an der Hornhaut.
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(http://de.wikipedia.org/wiki/Silbernitrat)
Das war Silbernitratlösung kein reines Silbernitrat.. hmm.. ich kenne mich damit aber auch nicht aus. Die Silbernitratlösung besteht wohl aus Silbernitrat und einer Verdünnungsflüssigkeit, was zusammen dann ungefährlich ist.