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Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
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Koelsch90
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Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
ich bin relativ neu hier.
Ich selbst leide nicht an Keratokonus ich habe andere Autoimmunerkrankung (die Selbsthilfegruppen) bei diesen hat mir mein Vater sehr geholfen.
Mein Vater hat Keratokonus und jetzt also dieses Jahr steht die 2. Operation Transplantation an. Das erste Mal war die OP in Bonn/Köln wenn ich das richtig in Erinnerung habe vom erzählen her. Meine Schwester und ihr Mann arbeiten beide als Ärzte in Marburg und Dr. Secundo ist auch dort aber jetzt wurde sich für Homburg an der Saar entschieden und mein Vater hat mitgeteilt, dass er ab 20.08/21.08. bereit steht.
Vor 32 Jahren wurde das wohl schon mal gemacht.
Ich bin seit kurzem 33 Jahre und meine Schwester 32 Jahre.
Kann mir von euch (hoffe das duzen ist ok) weiterhelfen was man da beachten müsste.
Er hat auch mehrere Erkrankungen aber bis jetzt hat er keinen Schwerbehindertenausweis bekommen was mich wundert.
Eigentlich hätte es auch letztes Jahr stattfinden sollen aber dann gab es neue Linse damit war erstmal alles ok und dann hatten wir alle Anfang des Jahres Februar Corona und was ich auch sehr erschrecken fand war das mein Vater mitten in der Nacht umgekippt ist und ab und an leidet er noch unter Schwindel Attacken . Kann das auch von Keratokonus kommen ?
Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen .
Vielen Dank vorab
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Yanhenning
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- KC-Experience: z.B.: Erste Diagnose 1995, bei Augenarzt Dr. Frankenstein / Klinik Frankenstein's castle
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Re: Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
unser Sehapparat ist natürlich eng mit der Hals- und Nackenmuskulatur verbunden, die widerrum Auswirkungen auf den Gleichgewichtssinn hat.
Durch mechanische Reizung der Augen (Druckpunkt Kontaktlinse) oder falsch eingestellte Kontaktlinsen kann sich meiner persönlichen Erfahrung nach zusätzlich die Muskulatur verkrampfen.
Beste Grüße,
90er Jan
linkes Auge Studium 3/4, rechtes Auge Studium 2/3
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Mart54
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- KC-Experience: Karrierebeginn 1973 - KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, 2024 li - Transplantatreaktion re 1994 - Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 - KK war in der ganzen Zeit nie stabil.
- Keratoconus since: Diagnose mit 19
- Experience with eyeglasses / lenses: erste KL 1973, nur rechts, war kaum auszuhalten.
1975 KL für beide Augen, Optiker Optenkamp Heilbronn, klasse Betreuung, Tragezeit 3 - 4 h/Tag, 1978 KL angepasst in der Uni Tübingen, hochgasdurchlässig, Tragzeit jetzt 10 bis 12 h/Tag, Wochenenden KL-frei.
1991 KPL re, danach nur noch KL li, re Korr. mit Brille. 1997 KPL li, danach nur noch Brille, zeitweise ein Auge nicht voll korrigiert wegen zu unterschiedlicher Glasstärken. 2013 neuer Versuch mit KL. KL fielen ständig aus den Augen. 2017 OP Grauer Star, jetzt nur noch Brille, aber schlechter Visus. Sklerallinsen seit April 2025 - Tragezeit ca 6 Stunden am Tag - Operationen: KPL 1991 re, 1997 li, 2022 li, DMEK 2024 li -
Korrektur-OPs mit Raffnähten 1993, 2013, 2014 -
Grauer Star re und li 2017 - Begeiterscheinungen: Transplantatektasie li u. re
Map-Dot-Fingerprint Dystrophie + Salzmannknoten li
Trockene Augen, hohe Lichtempfindlichkeit, Schatten an Buchstaben, Strahlenkränze um Lichtquellen, Nachtblindheit
Depression, Überlastung
Verschlechterung durch Stress - Mögliche Ursachen: Jeder möchte doch erben, ich hab! Meine Oma hatte auch KK.
- Ich über mich: verheiratet, 2 Töchter, 4 Enkel
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Re: Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
auch ich leide unter heftigem Schwindel, besonders, wenn ich zu Fuß unterwegs bin.
Grund dafür ist wohl, dass ich nach meiner OP auf dem rechten Auge kurz- und auf dem linken weitsichtig bin und der Unterschied zwischen beiden Augen bei etwa 8 Dioptien liegt. Anisometropie heißt man das, glaube ich, und die soll ab einer Differenz von größer 2 Dioptrien problematisch werden. Ich hatte auch früher einen großen Korrekturunterschied zwischen linkem und rechtem Auge, war damals aber auf beiden Augen kurzsichtig und die Probleme waren für mich wesentlich kleiner.
Laut meinem Augenarzt könnte die Sache mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden - die vertrage ich aber nicht mehr bzw. mir stellen sich die Nackenhaare, wenn ich das Wort K-Linse nur höre oder lese. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Astigmatismus durch eine weitere OP zu verringern und so die Korrekturwerte der beiden Augen einander anzugleichen. Davon riet mir mein AA aber ab - keine neuen Schnitte in ein neues Transplantat.
Wenn eine neue Brille angepasst werden kann - das lohnt sich z. Zeit noch nicht, da sich das Transplantat noch ständig verändert, werde ich mit verschiedenen Brillen experimentieren. Bis das möglich ist, werden aber noch einige Monate ins Land gehen und ich werde solange weiter schwanken, schwindeln, fehltreten ...
Zur Zeit benutze ich, wenn ich zu Fuß unterwegs bin, 2 Walkingstöcke. Mit den Dingern komme ich ganz gut zurecht, kann kurze "Bahnabweichungen" schnell korrigieren und auch Unebenheiten, Bordsteinkanten, Stufen usw. gut ertasten - hab eine ganz gute Technik entwickelt.
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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Mart54
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Depression, Überlastung
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Re: Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
ich habe gerade nocheinmal Deinen Beitrag gelesen und festgestellt, dass Du außer der "Schwindelfrage" noch andere Fragen gestellt hattest, auf die ich eine Antwort weiß.
Uniklinik Homburg
Ich war dort vor einem Jahr zu einer HH-Transplantation. Ich war und bin von der Klinik begeistert, von der OP und von der Betreuung davor und danach. Wichtig zur OP ist es, dass Dein Vater für´s Narkose-Vorgespräch alle wichtigen Unterlagen dabei hat. Mir waren in den Jahren vor der Transplantation 3 Herz-Stents verpasst worden und die Anästhesistin hat die Berichte dazu recht interessiert gelesen. Das gleiche gilt für den Medikamentenplan. Meinen habe ich immer in Scheckkartengröße im Geldbeutel bei mir.
Es ist aber immer möglich, wenn Fragen aufkommen, in der Ambulanz der Klinik anzurufen.
Nach der OP bekommt man dann einen sehr ausführlichen "Fahrplan" für die Zeit danach, sowie Medikamenten- und Tropfplan, Arztbrief und Infos zu den augenärzlichen Kontrollen.
Wichtig ist auch eine Einweisung durch den Hausaugenarzt.
Grad der Behinderung
Darüber kannst Du hier im Forum sehr viel nachlesen. Du kannst dazu die Suchenfunktion verwenden (z.B. dort "GdB" eingeben). Fakt ist, dass wer wegen einer Seheinschränkung einen GdB größer 50 bekommt, schon extrem schlecht sieht. Im Grunde zählen für die Festlegung nur der Visus mit Korrektur (Brille oder Kontaktlinsen) bzw. das Gesichtsfeld.
Liebe Grüße
Martin
(Mahatma Gandhi)
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KeraToni
- Moderator/in
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- KC-Experience: leichter KC (li. I-II; re.II-III);
- Keratoconus since: Diagnose mit ca 18/20, ca. 5-7 Jahre bis zur korrekten Diagnose: Scans im Abstand von 2-4 Jahren zeigen kaum Veränderungen
- Experience with eyeglasses / lenses: Verschiedene Brille(n) reichen meist; Sehstärke liegt seit vielen Jahren so bei 80-90% - das ist Ok; ganz selten weiche TagesLinsen oder Huckepack
- Operationen: - gegen CXL entschieden
- Begeiterscheinungen: trockene Augen, Hautprobleme; Je älter ich werde, desto unwichtiger wird der Keratokonus - es ist halt alles "relativ".
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Re: Keratokonus: Schwindel-Attacken und andere Fragen.
zum Teilaspekt „Grad der Behinderung“ (GdB) fällt mir noch ein, dass nicht nur die Verminderung der Sehstärke eindrücklich geschildert werden sollten, sondern auch die Schwierigkeiten im Alltag und psychischen Belastungen, die sich daraus ergeben (können).
Anträge auf „GdB“ werden oft nach Aktenlage beurteilt; d.h. ein Sachbearbeiter oder ein Gutachter sehen sich die Daten des Sehtests an. Wenn da z.B. steht: „…..unkorrigiert 0,3; korrigiert 0,8….“ dann ergibt sich damit aus der GdB-Tabelle, ein Wert von 30, auch wenn das andere Auge bei Sehkraft 0,0 sein sollte. Es wird nach den Vorgaben immer die Rest-Sehkraft des besseren Auges zur Beurteilung herangezogen.
Die Rest-Sehkraft beschreibt die Situation eines Betroffenen aber so gut wie immer nicht ausreichend.
Wenn die Kontaktlinsen nur für ein paar Stunden pro Tag getragen werden können, z.B. zusätzlich das Gesichtsfeld, die Nachtsicht, o.ä. eingeschränkt sind, muss das auch in der Beurteilung eindrücklich geschildert werden.
Wenn z.B. diese möglichen Stunden mit Kontakt- oder Sklerallinsen die Arbeitsfähigkeit einschränken oder bestimme Hilfsmittel erforderlich machen, ist das ebenfalls wichtig. Auch die sich daraus ergebenden psychischen Belastungen sollten eindrücklich geschildert werden; z.B. verminderte soziale Kontakte im Berufs- und Privatleben; psychologische Behandlung; finanzielle Belastung; Angst den Arbeitsplatz zu verlieren; eine eingeschränkte Möglichkeit der Teilnahme am Arbeitsleben auf die Stunden mit guter Sicht, etc. etc.. All dass sollte möglichst von einem oder besser mehreren Ärzten (Augenarzt, Psychologe, Hausarzt) im Arztbrief oder in einem Attest bestätigt werden.
Mann sollte mit seinen Ärzten besprechen, dass in den Arztbriefen nicht nur die Messwerte aufgeführt werden, sondern auch die sich daraus ergebenden Einschränkungen. Wenn der Arzt weiß um was es geht, kann er das auch entsprechend formulieren. Normalerweise sind Arztbriefe nur zur Information von Arzt-KollegenInnen gedacht, nicht zur Beurteilung von Einschränkungen durch eine Erkrankung.
Die Einschränkungen bei Keratokonus beschränken sich leider nicht nur auf eine schlechtere Sehkraft.
VG KeraToni