will Euch auch mal Meine Geschichte erzählen und nicht nur stiller Leser sein.
Bin nicht geübt im Schreiben und habe sowas auch noch nie gemacht.
Falls Rechtschreibfehler zu finden sind oder etwas nicht verständlich ist schreibt Mich einfach an
Mein Name ist Patrick (30Jahre) und komme aus Niedersachsen.
Bei mir wurde 2010 beiderseitig Keratokonus diagnostiziert und Sehe ohne Kontaktlinsen zwischen 5-10% mit starken Doppelbildern.
Angefangen hat es bei Mir beim Sehtest für den Führerschein wo der Optiker mich ganz schockiert zum Augenarzt geschickt hat und Ich nicht verstanden habe wieso Ich denn einfach keine Brille bekommen kann wie alle anderen auch in meinem Jahrgang.
Zu dem Zeitpunkt war Ich auch in Meiner Berufsausbildung zum Pfleger und habe festgestellt das Ich meine Augen zusammenkneifen muss um Gesichter zu erkennen und dachte Mir das Ich ja eh bald eine Brille bekommen werde beim Führerschein.
Der Termin beim Augenarzt war ziemlich prägend denn Mir wurden viele Vorwürfe gemacht wieso Ich denn nicht früher einen Termin gemacht habe und Mir jetzt keiner mehr helfen kann außer ein Optometrist mit dem man häufig zusammenarbeitet.
Im Nachhinein bin Ich froh das der Arzt den Keratokonus erkannt hat aber die Art und Weise empfand Ich total daneben und hab einen Termin bei dem Optometristen gemacht.
Beim ersten Termin wurden dann die ersten Messungen mit der Pentacam und co. gemacht worauf Ich auch die ersten Probelinsen eingesetzt bekommen habe. Genial!
Die Sehleistung war grandios und sogar die 100% waren Messbar.
Mit den Linsen geriet die Krankheit in den Hintergrund und Ich hab mich nicht weiter damit beschäftigt und sogar vergessen das die Diagnose Keratokonus hieß
Ich trug seitdem täglich Keratokonus-Kontaktlinsen womit ich dann zunehmend Probleme bekommen habe.
Angefangen hat es mit starker Schleierbildung bis hin zu starker Trockenheit, Rötungen.
Laut Optometristen war der Keratokonus leicht progressiv,
erreichte jedoch eine gute Sehleistung mit den Kontaktlinsen.
Alternative Brille wurde zwischenzeitlich auch angefertigt mit einer Sehleistung von ca. 30%.
Das Leben ging irgendwie weiter und bin Beruflich in die Industrie gewechselt in eine riesige Firma als Kranfahrer mit der Hoffnung Mich im Schutz des Betriebsrates abzusichern.
In der Zeit hab ich Angefangen mich intensiver mit meiner Krankheit auseinander zu setzen und erst richtig verstanden was die Krankheit für Mich bedeutet.
Im Jahr 2020 hat sich der Zustand Meiner Augen zunehmend verschlechtert worauf sämtliche Augenarzttermine folgten wo eine Unverträglichkeit festgestellt wurde Meiner gängigen Keratokonuslinsen.
Eine Anpassung von Sklerallinsen war Mein neues Ziel und die Tragezeit der K-Linsen habe Ich deutlich reduziert.
Viele Ärzte waren mit meiner Diagnose vollkommen überfordert und Ich konnte mir Sätze anhören wie
,,Tragen Sie doch einfach eine Brille''
Ab dem Punkt wurde meine Parallelwelt geschaffen wo Ich die Linsen hauptsätzlich zur Arbeit getragen habe und mein Alltag versucht habe ohne Linsen zu meistern.
2021 Hatte ich den ersten Kontakt mit einer Praxis in Düsseldorf wo man mir schnellstmöglich zum Iontophorese-Crossl. geraten hatte um ggf. Ringsegmente einsetzen zu lassen. Das Crosslinking hab ich dann im selben Jahr machen lassen um im Anschluss Sklerallinsen auszuprobieren. Die CL-OP hat meinen Augen alles andere als gut getan und der Heilungsprozess hat sich sehr in die Länge gezogen und Meine Augen noch empfindlicher gemacht. Kontrolltermine stellten weiteres voranschreiten fest.
Das hat mich Psychisch sehr fertig gemacht da man ja auch massive Probleme auf Arbeit bekommen hat aufgrund der Krankschreibungen. Gespräche über Kündigung und co. sind ein Thema für sich sowie auch der Kampf mit der Krankenkasse worüber ich eventuell nochmal schreiben werde.
Die Anpassung der Sklerallinsen erwies sich auch als alles andere als leicht und ging mit starkem Schwindel und Schleierbildung einher. Insgesamt mussten drei Paare angefertigt werden um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Die Sklerallinsen trag ich bis heute noch ca. 8h am Tag und versuch den restlichen Tag mit meiner Brille auszukommen.
Die Verträglichkeit der Sklerallinsen nimmt immer weiter ab und die Sorgen werden immer größer.
Arbeite immer noch als Kranfahrer da das Unternehmen keine andere Stelle für mich zur Verfügung hat und Kämpfe für Tag für Tag um irgendwie zurecht zu kommen. Hobbys sind mittlerweile kaum mehr möglich und nur an freien Tagen ausführbar.
Aktuell bin ich soweit das Ich am überlegen bin einen Termin in Düsseldorf zu machen um Mich bezüglich den Ringsegmenten beraten zu lassen und Künstliche Linsen. Momentan ist alles doof und das wird zur Folge haben das Ich meinen Arbeitsplatz verlieren werde und die Wohnung.
Aber um nicht ganz ins negative zu rutschen .. Ich bin Inzwischen auch Vater geworden und hab geheiratet, hab viele Reisen gemacht und hatte auch gute Zeiten mit der Krankheit
Das ist zwar nur im Ansatz Meine Geschichte gewesen aber vielleicht kommt ja noch etwas