Markus wrote:Hallo Waldi!
Die Kasse muss immer dann zahlen, wenn sich das Auge verändert hat und du eine neue Linse brauchst. Und ich denke auch wenn sich die Linse nach langer Zeit so verändert hat (dünner geworden ist durch regelmäßige Reinigung) dass sie nicht mehr passt.
Hört sich ja gut an.
Alle halbe Jahr eine neue Linse zu beantragen ist nichts ungewöhnliches, wenn das Auge sich verändert. Kann auch häufiger sein, wenn gerade eine Schubphase ansteht. Ich habe meine ersten Linsen wirklich alle halbe Jahr erneuert, denke ich.
Die Linse hat eigentlich ganz gut gepasst, bis auf das verrutschen zuletzt. Wobei ich auch eine Brille habe, mit der bisher die Veränderungen kompensiert wurden. Die letzten Gläser haben etwa -2 Dioptrien fürs linke Auge.
Wenn dein Keratokonus schon etwas fortgeschritten ist, so dass du Speziallinsen brauchst, dann ist dein zentraler Apex-Durchmesser bestimmt auch kliener als 7mm. Was da genau gemessen wird, hab ich auch noch nicht verstanden, aber ich glaube diese Indikation haben die meisten von uns, die ohne Linsen nicht mehr auskommen.
Kann sein. So genau weiß ich das nicht. Das mit dem Durchmesser ergibt sich bestimmt aus der Topographie.
Du brauchst nur eine Verordnung vom Arzt. Achte am besten darauf, dass er explizit die Daten erwähnt, die in der Richtlinie gefordert werden. Also diesen zentralen Durchmesser des Konus. Und dann wird die Kostenübernahme kein Problem sein.
Das war das Problem. War heute beim Augenarzt, um nachschauen zu lassen, ob mir die kaputte Linse die Hornhaut verkratzt hat. Scheint alles OK zu sein. Der Arzt meinte, ich müsste die neue Linse wohl selber zahlen, er könne mir kein Rezept dafür ausstellen. Er hat auch noch das mit den 30% erwähnt. Also, wenn man selbst mit Brille oder Kontaktlinse weniger als 30% sieht, zahlt die Kasse auch.
Kann ja mal die neuen Hilfsmittel-Richtlinien ausdrucken und ihm vorlegen. Bei Keratokonus steht da nix mit den 30%.
Mal ein kleines Zitat aus dem verlinkten Dokument
60.14 Kontaktlinsen
- bei ausgeprägtem fortgeschrittenen Keratokonus mit keratokonusbedingten pathologischen Hornhautveränderungen (z.B. Vogt-Linien) und Hornhautradius < 7mm zentral oder im Apex (= Spitze, Kuppe).
Ich denke es ist unnötig, alle 21 Seiten auszudrucken. So viel Tinte ist evtl auch nicht mehr im Drucker.
Kann sein, dass dafür ein Topographie gemacht werden muss. Weiß nicht, ob man das auch ohne erkennen kann. Vielleicht solltest du dann die Kasse fragen, ob die in diesem Fall eine Topografie zahlen. Die wollen ja schliesslich die Daten.
Der Augenarzt hat leider kein solches Gerät. Das vom Optiker ist auch nicht so das wahre. Als ich Kontaktlinsen bekommen sollte, hat sich der Kram aufgehangen, als mein rechtes Auge abgetastet werden sollte. Das Programm konnte einfach nicht die Mitte des Auges finden, was wohl für die Messung wichtig ist. Wies beim linken Auge war, weiß ich nicht mehr. Letztendlich bin ich dann zur Uniklinik gegangen und hab die Linse da anpassen lassen.
Vom kurzem wurde erst wieder eine Topographie in der Uniklinik gemacht. Allerdings nur vom rechten Auge. Die Linse brauch ich fürs linke. Die letzte Messung von beiden Augen könnte schon ein Jahr zurückliegen.
Topographie müsste der Arzt doch von der Uniklinik anfordern können, oder?
Und achte am besten drauf, dass es eine richtige Verordnung ist, auf der deine Kasse genannt ist. Ich bekam kürzlich nur ein Privatrezept, auf dem die Augen-Daten standen, und die Kasse hat sich bis zum heutigen Tage quergestellt. Aber vielleicht sind da andere Kassen auch großzügiger...
VG MARKUS
Die AOK ist hier im Forum glaube ich nicht als großzügig bekannt.
Als Problem seh ich hier noch die Brille. Die sollte bei der Anpassung einer neuen Kontaktlinse berücksichtigt werden. Hab grade erst neue Gläser bekommen und mir ne Sonnenbrille mit optischer Korrektur machen lassen. Das kostet auch ne Stange Geld. Und ne Woche später bröckelt einfach so die Kontaktlinse auseinander
Werd morgen mal zur AOK latschen und da nachfragen, was die dazu für Daten haben wollen. Und dann gehts eben nochmal zum Augenarzt.