Termine für den KeraLens-"Online-Stammtisch" der Keratokonus Selbsthilfegruppe:

2026: 11. Feb. - 8. Apr. - 10. Jun. - 12. Aug. - 14. Okt. - 9. Dez. 2026 (19:00 - 21:00 Uhr)
-- zum Teil mit Medizinern / Kontaktlinsenspezialisten (wird vorab bekannt gegeben).

Dauerhafter Link zum KeraLens-"Online-Stammtisch": https://lecture.senfcall.de/ker-358-fzk-yqk
(Keine Anmeldung, kein Passwort notwendig - einfach per "Click" zur angegebenen Zeit teilnehmen)

Weitere Infos zu den Stammtischen unter: https://www.forum.keratokonus.de/viewforum.php?f=152
(Zusätzlich oder als Alternative zu den regionalen Treffen.)
Die KeraLens-Accounts der Keratokonus Selbsthilfegruppe auf Instagram und Facebook werden im Verlauf von 2026 gelöscht/deaktiviert.

Es werden neue Kanäle aufgebaut, wie z.B. auf Mastodon und Bluesky. Weitere werden folgen.

Weitere Information und Diskussion dazu bitte hier: https://forum.keratokonus.de/viewtopic.php?t=6501

Mit oder ohne Verbandslinse nach Vernetzung??

Georg
-
Posts: 41
Joined: 2006-11-12, 17:09

Mit oder ohne Verbandslinse nach Vernetzung??

Post by Georg »

Liebe Mitbetroffenen,

ich habe nun die Vernetzung bei Prof. Kohlhaas an beiden Augen hinter mir und zwar das linke Auge im Dezember 2006 und das rechte Auge im Februar 2007.

Bei dem ersten Auge bekam ich eine sog. Verbandslinse und musste Augentropfen nehmen. Beim zweiten Auge bekam ich zu meiner Überraschung keine Linse mehr und dafür Augensalben. Ich kann somit den Verlauf an beiden Augen vergleichen, auch wenn dies natürlich hinkt, da jedes Auge anders ist.

Ich hatte das Gefühl, dass die Nachbehandlung mit der Verbandslinse viel besser war. Ich konnte nach einer Woche bereits wieder arbeiten und die Heilung ging ohne Probleme vonstatten, obwohl es auch noch mein schlechteres Auge ist.

Am rechten, besseren Auge ist es ganz anders: Die Operation ist mittlerweile zwei Wochen vorbei und das Epithel ist erst seit wenigen Tagen geschlossen. Die Oberfläche ist nicht gleichmäßig und ich sehe aufgrund von Doppelbildern erheblich schlechter als vorher. Dies macht mich natürlich unsicher, da es mein gutes Auge war und mit dem ich jetzt schlechter sehe als mit meinem (ehemals) schlechteren :cry: :cry: .

Aus Neugierde: Hat jemand Informationen/Erfahrungen, warum die Nachbehandlung umgestellt wurde? Für mich war die Erklärung, dass man eine Linse als Verband bekommt, der das Auge vor den sich bewegenden Augenlidern schützt, eigentlich nachvollziehbar. War vielleicht das Infektionsrisiko dadurch größer?

Derzeit bin ich ziemlich beunruhigt :roll:
Ist es normal, dass man zwei Wochen nach der Vernetzung Doppelbilder sieht, die man vorher nicht hatte? Welche Erfahrungen habt ihr hier? Kann man dauerhaft nach der Vernetzung schlechter sehen als vorher??

Über eure Erfahrungen und Infos würde ich mich riesig freuen :D :D

Ich kann jedem nur raten, sich vorher über die Nachversorgung zu informieren.
Ach ja und noch etwas zum Thema Schmerzmittel: Ich habe mir diesmal über meinen Hausarzt Gelonida verschreiben lassen. Diese sind wirklich erheblich besser als Ibuprofen und als Paracetamol. Es wundert mich, dass man diese etwas stärkere Schmerzmittel nicht von den Augenärzten bekommen hat, wenn es auch der Hausarzt verschreibt. Für die ganz schmerzempfindlichen soll es Dramal geben oder so ähnlich. Wollte ich aber nicht.

Viele Grüße
Georg
ruedigeru
-
Posts: 65
Joined: 2005-01-09, 13:37
KC-Experience: Keratokonus seit 2003 - seitdem konstante Verschlechterung. Visusverfall am linken Auge innerhalb von sehr kurzer Zeit mit Linse von 100% auf ca. 40%. Rechts mit Linse von 100% auf 80%.
Einschnitte in der gewohnten Lebensführung - oft starke Einschränkung in der Lebensqualität.
Links vernetzt um Keratoplastik zu verhindern - linkes Auge seit OP stabil bzw. KC leicht rückläufig - aber leider keinen besseren Visus.
Rechts zeigt die Topographie ein konstantes Bild. Jedoch wurde bei der letzten Untersuchung im Mai 2008 festgestellt, dass die Hornhaut an Stabilität verloren hat. Sollte sich dieser Wert weiter verschlechtern muss evtl. vernetzt werden.
Keratoconus since: Diagnose Keratokonus am linken Auge im Januar 2004 durch meinen Augenarzt - Dr.Boddin Reutlingen.
Dauer von den ersten Problemen bis zur Diagnose ca. 1 Jahr
Diagnose Keratokonus am rechten Auge ca. Anfang 2005 - festgestellt durch Müller-Welt
Seit 2006 betreut durch Müller-Welt Stuttgart (zweimal im Jahr) und Uniklinik Dresden (einmal im Jahr)
Experience with eyeglasses / lenses: vom 16.Lebensjahr bis zur Diagnose täglich harte Kontaktlinsen - danach Wechsel zwischen Linsen und Brille
Operationen: Voruntersuchung in der Uniklink Dresden im Mai 2006
Vernetzung am linken Auge in Dresden im Februar 2007 - durchgeführt durch Dr.Raiskup-Wolf (Entfernung Epithel) und Dr.Spoerl (Vernetzung).
Linkes Auge seitdem stabil - der KC-Wert ging sogar um zwei Einheiten zurück.
Leider blieb eine leichte Trübung um die Vogtschen Linien zurück - eine Begleiterscheinung der Vernetzung - die aber lt. den Ärzten zu keiner Visusverschlechterung führt
Begeiterscheinungen: Heuschnupfen und Neurodermitis und trockene Augen

Post by ruedigeru »

Hallo Georg,
war im Februar in Dresden zu Vernetzung und wie bei dir gab es keine Verbandlinse sondern nur eine Antibiotika- und Vitamin A-Salbe.
Warum ohne Verbandslinse gearbeitet wird, weiss ich leider auch nicht. Kann aber im Mai mal fragen, da bin ich nochmal in Dresden zur Kontrolle.

Vom Heilungsverlauf bin ich auch etwas enttäuscht. Das Epihel war erst nach ca. einer Woche zu, die starke Lichtempfindlichkeit dauerte ca. 4 Wochen und jetzt 5 Wochen nach der OP ist der Visus immer noch schlecht. Vor der OP 40% - nach der OP 20%.
Von Doppelbildern kann ich nichts berichten - das Bild ist einfach fürchterlich verschwommen.
Ich denke und hoffe das wird noch.
GUTE BESSERUNG
Viele Grüße
ruediger
Stuttgart
ChrisK
-
Posts: 94
Joined: 2006-05-11, 17:15
KC-Experience: letzte Werte (23.5.2007), aber die sehen alle 2 Wochen ein wenig anders aus:

R -2,75 -4,00 71° 0,50
L +0,50 -10,00 11° 0,40

Sicht ist partiell, an manchen Tagen links unter 0,1 und rechts unter 0,2

Habe am 1.4.2009 endlich eine OP-Termin in Slzburg zur tiefen lamellären KP am linken Auge erhalten, dieser wurde von mir abgesagt, da der neue Femtosekundenlaser noch nicht eingestellt war.
Keratoconus since: Der Keratokonus wurde bei mir im Jahr 2002 diagnostiziert.
Operationen: Eine Vernetzung, obwohl die Hornhaut am linken Auge schon sehr dünn ist (min. 366um), wurde von Herrn Seiler am 30.5. und am rechten besseren am 30.6.2006 durchgeführt. Beide Hornhäute sind jetzt (Jänner 2008) stabil, jedoch sind die Ergebnisse nicht zufriedenstellend. Derzeit kann ich am Computer leider immer noch nicht richtig zeichnen.

Transplantation am linken Auge am 16.6.2009 mit dem neuen Femtosekundenlaser. Leider wurde die Descement-Membran verletzt, d.h. eine vollständige KPL wurde durchgeführt.

Prof. Grabner scheint mit dem Ergebnis sehr zufrieden zu sein und meinte am 18.7.2009, dass Ende August schon eine KL angepasst werden könnte. Klingt nicht schlecht.

Post by ChrisK »

Hallo Georg,

ich wurde im Mai/Juni 2006 vernetzt (jeweils mit Verbandslinsen), Veränderungen, bisher zum Besseren, gibt es immer noch. Der Arzt, der bei mir die Vernetzung durchgeführt hatte, meinte bei meinem letzten Besuch, dass die Hornhaut bei einem leichten Keratokonus bis zu einem Jahr benötige, um sich zu stabilisieren, was bei mir leider beidseits nicht zutrifft. In der Regel wird sie flacher, anfangs ging bei mir die Veränderung rasch voran, später langsamer, rechts wiederum schneller... Die Entwicklung ist aber beidseitig immer noch nicht abgeschlossen.

Viele Grüße
Christian
cat70
-
Posts: 25
Joined: 2006-10-28, 19:00

Verbandslinse

Post by cat70 »

Hallo Georg,

ich bin im Dezember 2006 vernetzt worden und habe danach auch direkt Verbandslinsen bekommen. Nach drei Tagen wollte ich sie rausnehmen lassen und mir wurde ausdrücklich geraten, sie noch ein paar Tage drinzulassen, um die Heilung zu fördern. Prof. Seiler und Dr. Zeitz jun. haben mir damals auch erklärt, dass das Epithel viel langsamer als ohne Verbandslinsen viel langsamer heilt. Wenn beispielsweise morgen nach dem Aufwachen das erste Mal die Augen aufschlagen, dann kann das ganz dünne "neue" Epithel wieder aufreissen durch den ersten Lidschlag. Und das Ganze wäre auch wesentlich ungeschützter als mit Verbandslinse.

Beide haben iü. ausdrücklich abgeraten ohne Verbandslinse das Auge in den ersten Tagen heilen zu lassen, ich erzählte nämlich von der verämderten Verfahrensweisen in Dortmund und Dresden.

LG

Daniela
cat70
-
Posts: 25
Joined: 2006-10-28, 19:00

Post by cat70 »

P.S:
Meine Sehfähigkeit ist nach der OP links 80% und rechts 60 % ohne Sehhilfe, vor der OP war es links 60 % und rechts 50 %. Doppelbilder habe ich kaum mehr und Verzerrungen auch nur bei absoluter Dunkelheit und sehr grellen Lichtpunkten. Meine OP ist jetzt 1 Vierteljahr her. Auf den Topographien ist auf jeden Fall eine Abnahme des Keratokonus feststellbar.

P.P.S: Die Verbandslinsen hatte ich insgesamt 7 Tage drin.
Angelica
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Posts: 82
Joined: 2005-09-16, 21:54
KC-Experience: Diagnose ca 1990 gestellt. Sollte Kontaktlinse zur "Therapie" tragen, die ich allerdings nicht vertrug (rotes, tränendes Auge und starkes Fremdkörpergefühl). Weitere 3 Versuche mit Kontaktlinse mit gleichem Ergebnis (trotz anderer Anpasser und Linsen).
2003 Transplantation geplant, nachdem jetzt auch das andere Auge vom Keratokonus betroffen war. Konnte mich dann letztlich aber doch nicht zur TP entschließen.
2006 Vernetzung rechtes (schlechteres) Auge in Dresden.
Nachdem die Brille keine Verbesserung des Visus mehr brachte, 2007 erneuter Versuch mit Kontaktlinsen. Habe jetzt erstmals Linsen, die ich tragen und mit denen ich sensationell sehen kann.

Post by Angelica »

Hallo Georg,

also umgestellt wurde die Nachbehandlung wohl eher nicht, denn ich war im November 2005 in Dresden bei Prof. Kohlhaas zur Vernetzung und hatte k e i n e Verbandslinse. Warum weiss ich nicht, war damals kein Thema fuer mich, da ich sehr gut zurechtkam und das Epithel nach 5 Tagen bereits geschlossen war.
Nach welchen Kriterien entschieden wurde/wird, ob jemand eine Verbandslinse bekommt, weiss ich nicht.
Nach der Vernetzung kam es bei mir zu einer leichten Abflachung des Konus, die sich aber visusmaessig (15%) kaum bemerkbar macht.

Vielleicht braucht es bei Dir einfach noch ein wenig Zeit, ich wuensche Dir jedenfalls alles Gute!

Viele Gruesse,
Angelica
ruedigeru
-
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Joined: 2005-01-09, 13:37
KC-Experience: Keratokonus seit 2003 - seitdem konstante Verschlechterung. Visusverfall am linken Auge innerhalb von sehr kurzer Zeit mit Linse von 100% auf ca. 40%. Rechts mit Linse von 100% auf 80%.
Einschnitte in der gewohnten Lebensführung - oft starke Einschränkung in der Lebensqualität.
Links vernetzt um Keratoplastik zu verhindern - linkes Auge seit OP stabil bzw. KC leicht rückläufig - aber leider keinen besseren Visus.
Rechts zeigt die Topographie ein konstantes Bild. Jedoch wurde bei der letzten Untersuchung im Mai 2008 festgestellt, dass die Hornhaut an Stabilität verloren hat. Sollte sich dieser Wert weiter verschlechtern muss evtl. vernetzt werden.
Keratoconus since: Diagnose Keratokonus am linken Auge im Januar 2004 durch meinen Augenarzt - Dr.Boddin Reutlingen.
Dauer von den ersten Problemen bis zur Diagnose ca. 1 Jahr
Diagnose Keratokonus am rechten Auge ca. Anfang 2005 - festgestellt durch Müller-Welt
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Operationen: Voruntersuchung in der Uniklink Dresden im Mai 2006
Vernetzung am linken Auge in Dresden im Februar 2007 - durchgeführt durch Dr.Raiskup-Wolf (Entfernung Epithel) und Dr.Spoerl (Vernetzung).
Linkes Auge seitdem stabil - der KC-Wert ging sogar um zwei Einheiten zurück.
Leider blieb eine leichte Trübung um die Vogtschen Linien zurück - eine Begleiterscheinung der Vernetzung - die aber lt. den Ärzten zu keiner Visusverschlechterung führt
Begeiterscheinungen: Heuschnupfen und Neurodermitis und trockene Augen

Post by ruedigeru »

War gerade bei meinem Linsenanpasser Müller-Welt Herr Bischoff und ihm ist auch nicht klar warum Dresden und Dortmund auf die Verbandslinse verzichtet, weil die Heilung ständig durch das Blinzeln gestört wird.
ruediger
Stuttgart
Georg
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Posts: 41
Joined: 2006-11-12, 17:09

Post by Georg »

Hallo Freunde!

Danke für die zahlreichen Antworten. War heute bei meinem Augenarzt. Mittlerweile ist die Vernetzung über drei Wochen her und ich habe immer noch sehr schlechte Sehleistungen (mit Brille 10% statt 80% vor der OP). Mein Augenarzt kann sich dies auch nicht erklären und möchte vor weiteren Untersuchungen noch die nächste Woche abwarten. An einer Stelle sei das Epithel immer noch nicht gut.

Hierbei habe ich ihn nochmals zu den beiden Methoden (mit oder ohne Verbandslinse) befragt. Er meinte, dass dieser Streit bereits bei den früheren Kurzsichtigkeits-OPs mit Laser (Exemer-Laser oder so ähnlich) bestanden hätte, da auch hier das Epithel entfernt werden musste. Jede der beiden Varianten hätte Vor- und Nachteile. Ich persönlich bevorzuge jedenfalls die Methode mit Verbandslinse und kann sie jedem Betroffenen nur empfehlen!

Herzliche Grüße,
Georg
ruedigeru
-
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KC-Experience: Keratokonus seit 2003 - seitdem konstante Verschlechterung. Visusverfall am linken Auge innerhalb von sehr kurzer Zeit mit Linse von 100% auf ca. 40%. Rechts mit Linse von 100% auf 80%.
Einschnitte in der gewohnten Lebensführung - oft starke Einschränkung in der Lebensqualität.
Links vernetzt um Keratoplastik zu verhindern - linkes Auge seit OP stabil bzw. KC leicht rückläufig - aber leider keinen besseren Visus.
Rechts zeigt die Topographie ein konstantes Bild. Jedoch wurde bei der letzten Untersuchung im Mai 2008 festgestellt, dass die Hornhaut an Stabilität verloren hat. Sollte sich dieser Wert weiter verschlechtern muss evtl. vernetzt werden.
Keratoconus since: Diagnose Keratokonus am linken Auge im Januar 2004 durch meinen Augenarzt - Dr.Boddin Reutlingen.
Dauer von den ersten Problemen bis zur Diagnose ca. 1 Jahr
Diagnose Keratokonus am rechten Auge ca. Anfang 2005 - festgestellt durch Müller-Welt
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Operationen: Voruntersuchung in der Uniklink Dresden im Mai 2006
Vernetzung am linken Auge in Dresden im Februar 2007 - durchgeführt durch Dr.Raiskup-Wolf (Entfernung Epithel) und Dr.Spoerl (Vernetzung).
Linkes Auge seitdem stabil - der KC-Wert ging sogar um zwei Einheiten zurück.
Leider blieb eine leichte Trübung um die Vogtschen Linien zurück - eine Begleiterscheinung der Vernetzung - die aber lt. den Ärzten zu keiner Visusverschlechterung führt
Begeiterscheinungen: Heuschnupfen und Neurodermitis und trockene Augen

Post by ruedigeru »

Hallo Georg,
nimmst du noch Medikamente für dein schlechtes Auge?
Also ich nehme noch Kortisontropfen, aber ich denke die helfen gar nicht mehr, weil das Problem in einer tieferen Schicht zu liegen scheint.
Hast du nochmal einen Kontrolltermin in Dortmund? Wenn ja frag doch mal warum die auf eine Verbandslinse verzichten. Ich werde im Mai auch in Dresden nachfragen
ruediger
Stuttgart
Georg
-
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Joined: 2006-11-12, 17:09

Post by Georg »

Hallo Rüdiger,

derzeit nehme ich wei Du noch Cortison-Tropfen (dreimal täglich dexa-sine) sowie Benetzungstropfen (Hylo Comod) und in der Nacht Bepanthen-Augensalbe, um den Heilungsprozess zu fördern. Ist übrigens nach meinem Empfinden besser als die VitA-Pos-Salbe, die ich nach der OP bekommen habe.

Kontrolltermin in Dortmund habe ich noch keinen. Soll eigentlich erst ein halbes Jahr nach der OP kommen. Ist eine weite Fahrt, deshalb wäre mir ein Fachmann in München lieber, der sich mit dieser Problematik auskennt. Weiß jemand einen. Vielleicht Prof. Neuhann oder Dr. Bauer??

Viele Grüße und gute Besserung,
Georg
Georg
-
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Joined: 2006-11-12, 17:09

Post by Georg »

Habe mittlerweile neue Informationen erhalten:

Mein Augenarzt hat dankenswerterweise ein bisschen herumtelefonieren (u. a. nach Dresden), weil er auch so entsetzt über meine schlechte Sehleistung war.

Der Grund warum von einigen Operateuren keine Schutzlinse eingesetzt wird, wäre ein HÖHERES INFEKTIONSRISIKO. Aus diesem Grund wird in Kauf genommen, dass der Heilungsprozess ohne Schutzlinse etwas langsamer verliefe.
Nach der OP bedarf es in jedem Fall einer intensiven Überwachung, da bei Patienten aus Sicht des Operateurs nicht sicher gewährleistet ist, wenn dieser nur ein oder zwei Tage am Operationsort sich aufhält.

Außerdem gibt es neue Erkenntnisse für meine schlechte Fehlleistung nach der Vernetzung (die sich zum Glück mittlerweile wieder etwas gebessert hat): Das Epithel ist im Sichtzentrum nicht richtig ausgebildet: Dieses besteht aus fünf Schichten und in der Mitte, wo diese vom Rand wieder zusammenwachsen, haben sich diese nicht richtig ausgebildet, was zu einer Art "Delle" geführt hat. Man müsse jetzt abwarten, ob sich diese von selber wieder aus gleicht. Andernfalls müsste das Epithel mit dem Laser an dieser Stelle nochmals entfernt werden, damit es dann (hoffentlich richtig) wieder zusammenwächst. Mit Kontaktlinse sehe ich wieder ganz gut, da diese die Unregelmäßigkeiten ausgleicht.
Kennt jemand dieses Symptom????

Viele Grüße an alle Leidensgenossen,
Georg
Markus
-
Posts: 604
Joined: 2003-06-24, 13:49
KC-Experience: Ich hab alles mal ausprobiert... Man will ja mitreden können... Transplantation, Laserung, Vernetzung...
...als nächstes kommt dann logischerweise die Kunstlinsen-Implantation... ;)
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Post by Markus »

Hallo Georg!

Mein Prof hat mir erklärt, dass das Phänomen in den meisten Fällen zu beobachten und normal ist.

Die Epithelzellen schieben sich vom Rand zur Mitte wie EIsschollen. Und in der Mitte dann erstmal aneinander und übereinander, drücken sich hoch, auch wie Eisschollen.
Daher gibt es nach der OP meist einen Moment, wo sich die Sicht wieder verschlechtert. Dann legen und ordnen sich die Zellen nach und nach und glätten sich. Jetzt wird die Sicht auch wieder besser.

Manchmal kommt es allerdings zu einer Trübung durch Narbengewebe, was aber auch meist nach einiger Zeit wieder verschwindet.... hoffentlich...

VG MARKUS
Georg
-
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Joined: 2006-11-12, 17:09

Post by Georg »

Danke Markus für die Info!

Das beruhigt mich wieder etwas. Ist im ersten Moment sehr demoralisierend, wenn man vor der Vernetzung mit Brille mit dem guten Auge noch prima lesen konnte und danach noch eine Sicht von unter 10% hat.

Also muss ich noch etwas Geduld aufbringen.

Danke nochmals!
Georg
Markus
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Post by Markus »

..geht mir nach meiner Laserung grad genauso...
Georg
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Post by Georg »

Was haben sie bei Dir denn gelasert????

Etwa das Epithel, da es nicht richtig zusammengewachsen ist oder hat man etwas gegen den KC gemacht. Ich dachte immer, dass Lasern bei KC nicht möglich ist (jedenfalls nicht gegen die Verkrümmung oder Kurzsichtigkeit, da die Hornhaut sowieso schon instabil ist).

Grüße aus München,
Georg
JanLars

Post by JanLars »

Hallo!

Meine Cross-Linking OP liegt nun zwei Wochen zurück und ich habe auch ein trübes Sehfeld (vergleichbar mit einer dreckigen fettigen Kontaktlinse), wird aber von Tag zu Tag weniger.

Gruß JanLars