folgendes Problem:
Ich komme mit dem KK super zurecht im Leben (Kontaktlinsen und dadurch knappe 50%), stehe aber trotzdem auf der Transplantationswarteliste in Tübingen, denn:
Ich muss alle 2 Jahre ein ärtzliches Gutachten einreichen (100€), das bezeugt dass ich noch fahrtauglich bin. Nun ist es jedoch so, dass ich da ganz hart auf der Grenze des gesetzlich zulässigen bin.
Mein alter Augenarzt hat mir das Gutachten ausgestellt und mich ermahnt vorsichtig zu fahren - erledigt.
Dann ging er in den Ruhestand. Der junge Arzt der die Praxis übernommen hat ist ein *****, hat keine Ahnung von KC und sagte mir direkt dass er mir das Gutachten nicht ausstellen wird, da er eine gewisse Verantwortung trägt und mich nicht als fahrtauglich einstuft.
Daraufhin habe ich gesucht und einen alten Augenarzt gefunden, der mir mein Gutachten nochmals ausgestellt hat (mit dem Hintergrund, dass ich ja schon auf der Liste stehe und "nur noch die Zeit bis zur OP überbrücken muss"). Ein weiteres Gutachten kriege ich von dem auch nicht mehr (zumal er bis dahin vermutlich ebenfalls im Ruhestand ist.
Jetzt habe ich einen neuen Augenarzt gefunden, der fachlich kompetent erscheint. Doch ich weiß noch nicht, ob ich von ihm ein Gutachten bekommen würde und ich will keine 100€ verspielen nur um zu sehen ob ichs kriegen würde...
Fakt ist jedoch, dass ich wie gesagt super gut leben kann, nur fahre ich unglaublich gerne Auto und will darauf auch nicht verzichten.
Trotzdem erscheint es mir selbst ein wenig verrückt, das Risiko und die Umstände einer OP in Kauf zu nehmen, nur um den Führerschein zu behalten... und daher nun zu meiner eigentlichen Frage an die rechtskundigen in diesem Thema:
Meint ihr, ich habe eine Chance via Klage Recht zu bekommen, dass ich fahrtauglich bin, für den Fall dass ich beim nächsten, fälligen Termin (Mai 2012) keinen Augenarzt mehr auftun kann, der mir ein Gutachten ausstellt?
Ich finde es nämlich schon sehr krass, dass ICH den Führerschein abgeben soll, aber haufenweise Rentner und anderweitige Blindschleichen die ihren Führerschein gemacht haben bevor es Sehtests gab mit 30 auf der Straße rumeiern.
In meiner Nachbarschaft war ein Rentner, der dreimal von der Polizei rausgezogen wurde, weil er den Verkehr behindert hat - durfte seinen Lappen aber behalten...
Ich selbst bin ein "sehr" vorsichtiger Fahrer.
Ich fahre tagtäglich nur die selbe Strecke und wenn ich wohin fahren muss, wo ich noch nie war, so geschieht das nur bei Tag und unter vorheriger eingender Studie der Karten, sowie des Satellitenbildes von Google, so dass ich komplett ohne auf Straßenschilder (Wegweiser, nicht Geschwindigkeitsbegrenzungen
Wenn die Strecke weiter ist als ichs mir im Kopf merken kann, fahre ich die Strecke nicht alleine, sondern immer nur mit Beifahrer = lebendes Navi.
Nachts fahre ich grundsätzlich nur wenn es UNBEDINGT sein muss in unbekannte Gefilde und da IMMER nur mit Beifahrer, und niemals in eine Großstadt wie Stuttgart, sondern nur Überland/Autobahn - auch wenn ich rein theoretisch dazu in der Lage wäre.
ich fahre nun seit gut 2,5 Jahren Auto, habe in dieser Zeit ca 30.000km runtergerissen und fühle mich hinter dem Steuer sehr sicher...
Habe auch noch jede brenzlige Situation (eingeschlossen Kind das direkt vors Auto springt) gemeistert.
Soweit mal...
Kurzum: Ich würde sehr gerne auf die OP verzichten, aber ich möchte weiterhin Auto fahren...
Wie hoch schätzt ihr meine Chancen ein, dass ich vor Gericht recht bekomme und weiterfahren darf?
Gruß