bin gerade neu hier angekommen und hoffe sehr auf eure Hilfe.
Es geht um meinen Lebensgefährten, der seit einem 3/4 Jahr auf einem Auge etwas schlechter sieht ( er ist 35 Jahre alt). Als Kind hatte er mal ne Brille und ein bisschen Schielen tut er auch.
Nachdem ich ihn jetzt zum Augenarzt getreten habe ( normale Arztphobie) das überraschende Ergebnis. Keratokonus, auf dem linken Auge 50% Visus, rechts noch 90%. Empfehlung OP ( Crosslink oder Ringkeratoplastik), kann man aber auch erst mal mit Kontaktlinsen probieren.
Okay, auf Empfehlung des nicht gerade sehr kompetent wirkenden Augenarztes also nachgelesen
Bin soweit gekommen:
Wenn progredient wäre es sinnvoll zu vernetzen um den Verlauf aufzuhalten, Ringkeratoplastik würde eigentlich nur was bringen wenn man Brille und Kontaktlinse vermeiden möchte, hält aber den Verlauf nicht auf.
Wenn nicht progredient ( 80% der Betroffenen) kommt man mit harten Kontaktlinsen sehr weit.
Okay, also war meine Überlegung erst mal mit Linse probieren, kurzfristige Kontrolle und dann ggf. Vernetzen, wenn nötig ( immerhin ist er ja schon etwas älter und da soll es ja meist von selbst zum Stillstand kommen)
Tja, also gestern zum Optiker ( der hier in der Gegend empfohlen wurde) der erstmal Visusmessung gemacht hat. Ergebnis: Visus links 40%, rechts aber auch nur
Der sehr freundliche und kompetent wirkende Optiker war davon etwas überrascht, versuchte aber dann trotzdem mit diesem Gerät die Hornhauttopographie für eine Linsenanpassung zu messen ( keine Keratometrie aber sowas ähnliches mit den Ringen, die auf die Hornhaut von vorne projiziert werden)
Tja und auf dem schlechteren Auge hat er das gar nicht messen können.
Der was so verwirrt und hat gesagt das wäre völlig neu für ihn, hat sich mit Kollegen und Kontaktlinsenherstellern beraten und hat uns 2 Vorschläge gemacht. Entweder man macht eine Versuchsreihe und passt so lange an, bis man irgendwann zufrieden ist, mit der Gefahr eines Hornhautödems, da es schwierig wird, die dünnste Stelle der Hornhaut nicht zu belasten, und er würde das eigentlich nicht machen .... oder erstmal operieren.
Hmmm... Kein vertrauenswürdiger Augenarzt weit und breit ( Wir sind in Willhelmshaven) und alles irgendwie nebulös. Kein Mensch weiß, ob sich die Sehleistung in nächster Zeit weiter verschlechtert, weil wir ja gar keinen Verlauf kennen.
Hab mich also weiter belesen und ich denke das es auf ein Crosslinking rausläuft ( sofern die Hornhautdicke mitspielt, die bisher natürlich niemand gemessen hat).
Mein Freund kommt aus Wiesbaden, so dass es durchaus möglich wäre eine Behandlung in Frankfurt oder Mainz durchführen zu lassen, andererseits hab ich gelesen, dass die in Münster ( Dr Tanari) dieses Crosslinking ohne Epithelabkratzung machen würden, was ja deutlich nebenwirkungsärmer sein soll.
Das Problem ist nebenbei, dass mein Freund grad einen Jobwechsel vorhatte ( schon gekündigt aber noch nix neues), ich hochschwanger bin ( 4 Wochen noch) und wir im Februar umziehen wollten.
Augenlicht geht vor, das ist klar, aber irgendwie prasselt da grad ganz schön was ein auf uns..
so, nach dieser ausführlichen Situationsbeschreibung fragt Ihr Euch wahrscheinlich was ich jetzt eigentlich von Euch will...
Hat von Euch jemand eine Ahnung wie man herausfindet wie viele Crosslink- Operationen an den einzelnen Kliniken durchgeführt werden? Wie schnell bekommt man Termine? Frankfurt hat ja ganz gute Erfahrungsberichte hier, was ist eigentlich mit Mainz, darüber konnte ich nix finden. Und hab ich alles soweit richtig verstanden, oder liege ich irgendwo völlig daneben?
Danke schon mal im Voraus,
Tamara